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- Islamabad Peace ExchangeMai 2012Ausblenden
- Islamabad Peace Exchange: Treffen von Friedensstiftern aus ganz Pakistan
Peace Direct hat zwei völlig neue Arbeitsfelder eröffnet, um die Friedensarbeit in Pakistan zu unterstützen.
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Peace Direct und das British Council
Im März und April haben Mitarbeiter von Peace Direct Ausbildungsgänge geleitet, um weiterhin das Programm Active Citizens („Aktive Bürger“) des British Council zu unterstützen. Der British Council ist eine britische gemeinnützige Einrichtung zur Förderung internationaler Beziehungen und in etwa vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut. In den geleiteten Ausbildungsgängen werden 30.000 junge Menschen aus pakistanischen Unruheprovinzen in Führungskraft, Toleranz und Konfliktlösung trainiert. Unsere Expertise in der Friedenserziehung bietet eine gute Grundlage bei der Arbeit in einem Land, in dem die jüngere Generation eine unsichere Zukunft gestalten muss.
Mehr als zwei Drittel aller Pakistaner sind unter 30, diese Bevölkerungsgruppe ist damit der Schlüssel zum Frieden. Das Programm Active Citizens des British Council in Pakistan nutzt unsere Erfahrungen aus dem sozial benachteiligten Londoner East End, wo unser Projekt Truce 20/20 junge Menschen darin ausbildet, Konflikte und Spannungen in ihrem sozialen Umfeld, auf der Straße und Zuhause zu bewältigen .
“Aktive Bürger” sind junge, selbstbewusste Führungskräfte, die durch konstruktive soziale Aktivitäten Wandel in der Gesellschaft bewirken. Das Programm Active Citizens fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt durch bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenarbeit in 26 Ländern.
Mehr als 1.000 Führungspersönlichkeiten sollen ausgebildet werden und ihr Wissen an ihre sozialen Gruppen und Gemeinschaften weitergeben, oft in schwer zu erreichenden Gegenden, wo Extremismus weitverbreitet ist.
Islamabad Peace Exchange
Im April 2012 brachten Peace Direct und der British Council Organisationen zusammen, die gegen die vielfältigen Konflikte in Pakistan kämpfen, um drei Tage lang intensiv zu lernen und ihre Fähigkeiten zu teilen.
Diese Friedensstifterorganisationen arbeiten auf vielfältige Weise und in unterschiedlichem Ausmaß, aber Allen war sehr bewusst, dass ihre Bemühungen von den vielen Stimmen, die Gewalt befürworten, zunichte gemacht werden können. Deshalb suchten die Gruppen neue Wege der Zusammenarbeit.
Dieser Peace Exchange (dt.: Friedensaustausch) – der jüngste in einer Reihe von Konferenzen, auf denen Friedensstifter Erfahrungen und Techniken austauschen konnten – versammelte 25 lokale Friedensorganisationen und wurde auf auf Betreiben der britischen Vertretung veranstaltet, die aufgrund der Sicherheitsbedenken außerhalb der Hauptstadt nicht selber lokale Organisation im Land treffen kann.
Diplomaten und Geber waren so in der Lage, auf unserer Veranstaltung lokale Gruppen zu treffen und von der Basis Einsichten in Grundsatzprobleme wie Kleinwaffenkontrolle, Anti-Radikalisierungsmaßnahmen, interreligiösen Dialog und Jugendaktivismus zu erhalten. Als Ergebnis unterstützen wir die Gruppen aktiv darin, zusammenzuarbeiten, auf ihre gewonnen Verbindungen zu bauen und ihren Einfluss zu erhöhen.
Hier können Sie ein kurzes Video über den Islamabad Peace Exchange sehen (in Englisch).

- Lumen Prize ExhibitionMai 2012Ausblenden
- In einem einzigartigen Fundraisingprojekt hat Peace Direct geholfen, den weltweit ersten Wettbewerb für digitale Kunst ins Leben zu rufen. Die neue Lumen Prize Exhibition wird eine innovative MehrKunstform präsentieren, Kunst in von Konflikten betroffenen Ländern fördern – und ihre Erlöse Peace Direct spenden.
Dishani Jayaweera, unsere Partnerin in Sri Lanka, die Kunst in ihrer Friedensarbeit nutzt, begrüßte den Preis und hofft, dass die Wanderausstellung der Preisträger auch in Colombo zu sehen sein wird. Die Schau wird ab Januar 2013 in anderen Konfliktländern ebenso Station machen wie in den USA, China und Großbritannien; auch eine Ausstellung in Berlin ist im Gespräch.
Der Wettbewerb wird auch die Arbeit digitaler Künstler fördern, die in Konfliktgebieten leben, und deshalb gebührenfreie Beiträge aus einigen Ländern aufnehmen, die unter gewalttätigen Konflikten leiden.
Der erste Preis des Wettbewerbs beträgt 3.000 $, alle teilnehmenden Werke werden online gezeigt. Die Gewinner werden im Oktober bekanntgegeben.
Die Vorstandsvorsitzende von Lumen, Carla Rapoport, sagt der digitalen Kunst eine große Zukunft voraus:
Man muss sich nur die Menschenmassen anschauen, die die David Hockney-Ausstellung in der Royal Academy gestürmt haben, um zu sehen, dass die Menschen Kunstwerke auf Bildschirmen genauso lieben wie die auf Leinwänden.
Beiträge zum Wettbewerb können vom 15. Mai bis 31. Juli 2012 unter www.lumenprize.com eingereicht werden. Sie müssen am Computer, Smartphone oder Tablet-PC erschaffen worden sein.

- Plattform Zivile KonfliktbearbeitungMai 2012Ausblenden
- Seit 1. Mai ist Peace Direct e.V. Mitglied der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung. Die Plattform ist das offene Netzwerk in Deutschland zur Förderung der zivilen Konfliktbearbeitung. Es wurde 1998 Mehrin Bad Honnef gegründet.
In der Präambel der Plattform-Charta heißt es:
An der Schwelle zum 21. Jahrhundert steht die Welt vor einem unerträglichen Ausmaß an Gewalt, insbesondere bei innerstaatlichen Konflikten. Die Reduzierung und Überwindung dieser Gewalt erfordern vorrangig und zunehmend eine Entfaltung vielfältiger Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung. Dazu ist es notwendig, dass sich Nichtregierungsorganisationen vermehrt engagieren und die Fähigkeit in der Gesellschaft zur konstruktiven Konfliktbearbeitung insgesamt gestärkt wird.
Die Plattform bietet Einzelnen und Nichtregierungsorganisationen den Raum für solch ein gemeinsames Engagement. Heute beteiligen sich an Aufgaben der zivilen Konfliktbearbeitung in der Plattform rund 130 Einzelpersonen und 70 Organisationen, Einrichtungen und Gruppen. Sie ist ihrerseits Teil einer internationalen Gemeinschaft zivilgesellschaftlicher Akteure.
Zivile Konfliktbearbeitung ist ein umfangreiches Querschnittsthema. Die Schwerpunkte der Plattform lagen zunächst darauf, den Informationsaustausch zu verbessern, Foren für Zusammenarbeit mit zu entwickeln und die Zivile Konfliktbearbeitung konzeptionell in die politischen Debatte einzuführen. Sie hat den Prozess der Institutionalisierung und Professionalisierung der zivilen Konfliktbearbeitung entscheidend gefördert. Die Plattform zielt heute vorrangig darauf ab, die zivilgesellschaftliche Community nach innen zu verbinden und zu stärken, nach außen Advocacy-Funktionen im gesellschaftlichen und politischen Raum wahrzunehmen.
Mehr zur Plattform Zivile Konfliktbearbeitung finden Sie auf ihrer Webseite. Sie bietet neben aktuellen Informationen zur zivilen Konfliktbearbeitung eine Bibliothek an, die Aufsätze aus einschlägigen Zeitschriften, Sammelbänden und Materialien zusammenfasst. Die Diskurse in der zivilen Konfliktbearbeitung werden so schnell zugänglich.

- Zurück vom RandApr 2012Ausblenden
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Peace Directs Partner bei der Friedensarbeit in London ist Truce 20/20, ein Konfliktmanagementkurs für junge Menschen im Stadtteil Newham, die in ihrer eigenen Gemeinde einen Mehrpositiven Wandel herbeiführen wollen. Newham ist Londons multikulturellster Stadtbezirk, und der zehnwöchige Kurs von Truce zeigt jungen Menschen, wie sie mit Spannungen und Konflikten auf der Straße, in der Schule und Zuhause umgehen können. Für viele ist er eine Erfahrung, die ihr Leben verändert.
Vergangene Woche kam einer der “Trucer” zu einem Gespräch in unser Londoner Büro und wir nahmen die Gelegenheit wahr, ihn über seine Erfahrungen mit dem Projekt zu befragen. Sam* kam mit zwölf Jahren aus dem Jemen nach Großbritannien. Es fiel ihm schwer, sich in der Schule einzuleben, er wurde zum Unruhestifter und schließlich mit 15 von der Schule verwiesen. Er ging aufs College aber wurde ausgeschlossen nachdem er „den Kopf eines Sicherheitsmannes in eine Glastür gestoßen“ hatte.
Stattdessen begann Sam, mit seinen Freunden auf der Straße herumzuhängen, Drogen zu nehmen und mit ihnen zu dealen. Er erzählte uns, wie er mal an einer Bushaltestelle Drogen verkaufte und sah, wie die Pendler morgens zur Arbeit fuhren und abends auf dem Heimweg zurückkehrten, während er und seine Gang sich die ganze Zeit über nicht von der Stelle bewegt hatten.
Ein anderes Mal verbrachten sie volle 24 Stunden im örtlichen Park, nahmen und verkauften Drogen und schlugen die Zeit tot. Für Sam war das leicht verdientes Geld, und er fand es toll, den ganzen Tag mit seinen Freunden zu verbringen. Das hielt ihn aber nicht davon ab, eben diese Freunde zu bestehlen sobald sie ihm den Rücken zuwandten.
Nachdem Sams Schwestern an Truce teilgenommen hatten überredeten sie ihn, auch zu einem Treffen zu gehen. Er ging nur hin damit sie ihn in Ruhe ließen. Aber zu seinem Erstaunen machte ihm niemand bei Truce Vorwürfe für sein Verhalten – im Gegensatz zu jeder anderen Autoritätsperson, die er bis dahin getroffen hatte.
Er erklärte sich einverstanden, einen vollen Zehnwochen-Kurs zu besuchen, und dort wurde er ermutigt, über die Motive für sein bisheriges Verhalten nachzudenken. Er lernte Methoden zur Konfliktbewältigung als Alternative zu Aggression und Gewalt kennen und erkannte, dass es Alternativen zu seinem Leben auf der Straße gab. Er lernte neue Freunde kennen, denen er trauen konnte, und am Ende des Kurses hatte Sam es geschafft, seinem alten Leben den Rücken zuzukehren.
Jetzt, zwei Jahre später, hat Sam einen Vollzeitjob bei einer Wohltätigkeitsorganisation und möchte zurück aufs College, um seine Ausbildung weiterzuführen. Gleichzeitig hat Truce 20/20 ihn – in Anerkennung seiner gewachsenen Reife und Verantwortung – in die regelmäßigen Strategietreffen mit den örtlichen Polizeikräften miteinbezogen. Dort diskutiert er die Folgen der diesjährigen Olympischen Sommerspiele für die Menschen in Newham und sucht Wege, die dortigen lokalen Spannungen zu reduzieren.
Truce 20/20 hat nach eigener Aussage Sams Leben verändert. Wenn er jetzt mit potenziellen Konflikten konfrontiert wird geht er lieber unnötigem Ärger aus dem Weg statt direkt Gewalt als Lösung zu suchen. Aber es ist nicht immer einfach, und seine alten Freunde versuchen nach wie vor, ihn zur Rückkehr auf die Straße zu überreden. Er ist dennoch entschlossen, seinen Fortschritt weiterzuführen – und wir sind sicher, dass er es mit der Unterstützung seiner Mit-Trucer auch schaffen wird.
* Name aus Datenschutzgründen geändert
- PraktikumsausschreibungMär 2012Ausblenden
- Ab sofort bietet Peace Direct e.V. die Möglichkeit, in Berlin eine in Deutschland noch junge NGO zu verstärken. Wir suchen nach lebendigen Köpfen mit Eigeninitiative. Arbeitsort ist unser neues MehrBüro in der Friedrichstraße 58, 10117 Berlin.
Näheres dazu finden Sie in unserer Praktikumsausschreibung (PDF).

- Erster erfolgreicher Projektmittelantrag für Peace Direct e.V.Mär 2012Ausblenden
- Peace Direct e.V. freut sich mitteilen zu können, dass wir erstmalig erfolgreich staatliche Mittel für Friedensstifter beantragt haben. Über das Programm zivik (zivile Konfliktbearbeitung) des MehrInstituts für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) erhält FOMICRES, unsere Partnerorganisation in Mosambik, einen Zuschuss von 70.000 Euro. Diese Mittel werden verwendet für die Implementierung eines Projekts zur Reform des Sicherheitssektors mit dem Titel „Improving Human Security through Community Policing“ (dt.: Verbesserung der menschlichen Sicherheit durch bürgernahe Polizeiarbeit).
Das Hauptziel dieses basisorientierten Projektes ist es, eine Gruppe von 300 freiwilligen jungen Menschen auszubilden, die danach Schwerpunkte von Gewaltverbrechen identifizieren. Gemeinsam mit der Polizei, Bevölkerung und Stadtverwaltung sollen dann Strategien entwickelt werden, um die Ursachen dieser Kriminalität zu bekämpfen und dadurch die allgemeine Sicherheit in der Gemeinde zu erhöhen. Das Projekt soll außerdem eine höhere Rechenschaftspflicht der Polizei in den Gemeinden schaffen, in denen sie tätig ist. Es wird in der Pilotphase in drei Zielgemeinden in und um Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, beginnen.
Das Projekt kann einen wichtigen Beitrag zu den bestehenden Bemühungen leisten, den Frieden nach dem Bürgerkrieg in Mosambik zu konsolidieren.
FOMICRES
Unser Partner vor Ort, die Friedensorganisation FOMICRES, wurde 1995 nach dem schrecklichen Bürgerkrieg in Mosambik von einer Gruppe früherer Kindersoldaten gegründet. Ihre Mission ist es, den Gemeinden Mosambiks zu zeigen, wie man die Ursachen von Konflikten und Gewaltverbrechen identifiziert, sowie gemeindebasierte Strategien für den Umgang mit ihnen zu entwickeln und implementieren.
Neben anderen Erfolgen haben die Mitglieder von FOMICRES mehr als 1.000 Kindersoldaten in die Gesellschaft reintegriert und zivile Ausbildungsprogramme entwickelt, durch die mehr als 850.000 Kleinwaffen eingesammelt und zerstört werden konnten. Als Ergebnis dieser Arbeit war FOMICRES die erste zivilgesellschaftliche Organisation, die bei einer Vorbereitungskonferenz 2001 der UNO Konzepte zur partizipatorischen Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration präsentieren konnte.
Albino Forquilha, Direktor von FOMICRES, half jüngst bei der Gründung von HUMANET, einem Netzwerk für menschliche Sicherheit im Gebiet der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC. FOMICRES versucht außerdem, auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Regierungsstrategien zur Bekämpfung des unerlaubten Kleinwaffenhandels zu beeinflussen. FOMICRES besteht aus 11 Vorstandsmitgliedern, ca. sechs Mitarbeitern im Büro in Maputo sowie zusätzlich 570 aktiven Freiwilligen in allen 11 Provinzen Mosambiks.
zivik
Das Programm zivik des Instituts für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) in Berlin fördert internationale Friedensprojekte in Krisenregionen und berät Nichtregierungsorganisationen sowie das Auswärtige Amt auf diesem Gebiet. Mit dem Programm wird nicht nur zivile Konfliktbearbeitung gefördert, sondern auch ein Beitrag zur Vernetzung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure initiiert.
Inhaltliche Schwerpunkte reichen von der Ausbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, Unterstützung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen Konfliktparteien bis zur Traumabearbeitung und Reintegration von Ex-Kombattanten. Als Mittlerorganisation leistet das ifa mit seinem Programm zivik seit 2001 damit einen wesentlichen Beitrag, den Bereich der zivilen Konfliktbearbeitung weiter auszubauen und den seit 2004 bestehenden Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" in die Tat umzusetzen. Das Förderprogramm wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland finanziert
Peace Direct e.V. und FOMICRES sind zivik äußerst dankbar für die Unterstützung dieses wichtigen Projekts!

- Preise für unseren Partner in Sri LankaMär 2012Ausblenden
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Zwei renommierte Preise haben die Pionier-Friedensarbeit von Dishani Jayaweera anerkannt, der Ko-Gründerin unseres Partners in Sri Lanka, dem Centre for Peacebuilding and MehrReconciliation (CPBR).
Religiöse Gräben in Sri Lanka überwinden
Sri Lanka ist ein Land mit einer reichen kulturellen und religiösen Vielfalt. Aber leider wurden die Menschen aus verschiedenen religiösen Gruppen während der letzen drei Jahrzehnte durch landesweite Konflikte voneinander getrennt.
Dennoch hat das CPBR schon lange verstanden, dass Religion eine starke Kraft sein kann, um gesellschaftliche Gruppen zusammenzuführen statt sie zu trennen.
Seine bahnbrechende Friedensarbeit bildet religiöse Führer in Konfliktbewältigungsstrategien aus und ermutigt den Dialog zwischen den verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen Sri Lankas.
Der Tanenbaum-Preis für Friedensstifter in Aktion
Der Einfluss von Dishanis Friedensarbeit wurde im März vom Tanenbaum Center in New York anerkannt, indem sie zur diesjährigen "Friedensstifterin in Aktion" (Peacemaker in Action) ernannt wurde.
Dieser Preis wird verliehen an "religiös motivierte Männer und Frauen, die in den gefährlichsten Konfliktzonen der Welt für den Frieden tätig sind." Um sich zu qualifizieren müssen Friedensstifter in ihrer Gesellschaft vor Ort an der Basis arbeiten. Ein Großteil des Preises erkennt das inhärente Risiko dieses praktischen Ansatzes an.
Durch diesen Preis wird Dishani Teil des Netzwerks der Tanenbaum-Friedensstifter, einer außergewöhnlichen Gruppe inspirierter Menschen, die unermüdlich in Konfliktzonen agieren - nicht der persönlichen Anerkennung wegen, sondern um ihren Gesellschaften Frieden zu bringen.
Der Koexistenz-Preis
Ebenfalls im März wurde Dishani für den Koexistenz-Preis der Coexist Foundation nominiert, einer religiösen Wohltätigkeitsorganisation in den USA.
Dieser Preis würdigt die positive Rolle, die Religion beim Friedensstiften spielen kann, und will inspirierende Beispiele aus aller Welt hervorheben.
Die Coexist Foundation hat Dishani nach eigener Aussage "wegen ihrer herausragenden Arbeit mit Sri Lankas verschiedenen religiösen Gemeinschaften " nominiert. Sie lobten die Art, wie sie die religiöse Lehre nutzt, "um die verschiedenen Glaubensführer zusammenzubringen", und dass sie "Gewalt auf eine Art und Weise durch friedliche Verhandlungen ersetzt hat, die sowohl bemerkens- als auch bewundernswert ist."
Dishani wurde aus mehr als 200 Bewerbern in die engere Auswahl von sechs Nominierten für den Preis aufgenommen. Die Preisverleihung wird in New York stattfinden.
Mit der ihr eigenen Bescheidenheit hat Dishani betont: "Dieser Preis ist nicht für mich, er ist für uns alle beim CPBR. Wir möchten diese Neuigkeiten in Dankbarkeit und Respekt mit euch teilen. Ihr habt uns alle auf dieser Reise auf unterschiedliche Art und zu unterschiedlichen Zeiten untersützt."
- Youtube-Video Kony 2012: Welche Stimme zählt wirklich?Mär 2012Ausblenden
- Es gibt alleine in Nord-Uganda über 1.000 lokale Friedensstifter, die sich alle mit der LRA-Situation beschäftigen – keiner davon wurde in dieser jüngsten Kampagne miteinbezogen. Die Kampagne Mehrwurde in den USA eröffnet, ohne die Menschen in Nord-Uganda überhaupt zu informieren. - Stephen Oola: Korrespondent in Nord-Uganda für Peace Direct e.V, Insight on Conflict.
Das Youtube-Video „Kony 2012" sorgt weltweit in sozialen Netwerken für Furore. Seit seiner Veröffentlichung vor zwei Tagen, wurde es bereits 21 Millionen Mal aufgerufen. Aber welche Auswirkung hat das Video auf die Situation vor Ort? Menschen wie unser Korrespondent Stephen Oola, die seit Jahren mit lokalen Friedensorganisationen in Nord-Uganda zusammenarbeiten, zweifeln ernsthaft am Ansatz dieses viralen Videos. Warum? Es ist ein klassisches Beispiel für das Outsider-Syndrom – initiiert wurde die Kampagne in den USA, ohne dabei lokale Friedensstifter in die Planung zu involvieren. Somit könnte es, laut Oola, die Situation vor Ort noch verschlimmern. Konys Macht – die zu schwinden schien – könnte gestärkt werden und somit neue Gewalt provozieren.
Es ist deshalb an der Zeit zu fragen, welche Stimme lauter sein sollte. Die von US-Kampagnenstrategen, Filmemachern und Hollywoodstars, welche oft ein begrenztes Verständnis von komplexen Zusammenhängen vor Ort haben, oder die lokale Bevölkerung selbst, die an Leib und Seele die Auswirkungen ihrer Friedensbemühungen spüren.
Diese lokalen Friedensstifter findet, fördert und unterstützt Peace Direct e.V. Allein im letzten Jahr haben die Friedensstifter, die wir unterstützten…
- 444 Kindersoldaten in der DR Kongo gerettet und ihnen beigebracht, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
- 14 Konflikte in Nepal friedlich gelöst.
- 15.548 Menschen im Sudan über Wahlrechte und den Widerstand gegen politische Gewalt aufgeklärt.
- 25 junge Menschen in Pakistan wurden rekrutiert, „Samenkörner des Friedens“ zu sein und Gleichaltrige davon zu überzeugen, sich gegen islamistischen Extremismus zu entscheiden.
Wir glauben, dass Menschen vor Ort im Zentrum jeglicher Friedensarbeit stehen sollten. Diese Menschen vor Ort haben die Macht, eigene Lösungen für ihre Konflikte zu finden. Darüber hinaus sind sie weit besser situiert als “Experten” von außen, um dort den Boden für nachhaltigen Frieden zu schaffen.
Lesen Sie hier die Reflektion der KONY-Kampagne 2012 von Stephen Oola aus Uganda (PDF). Bei Rückfragen jeglicher Art können Sie sich gerne und jederzeit an uns wenden.

- Veranstaltung mit Scilla ElworthyMär 2012Ausblenden
- Im Rahmen der Be(e) School findet vom 29.03. - 01.04.2012 ein Workshop mit Scilla Elworthy statt:
"Die Kunst des MehrInneren Wissens und seine Anwendung in der Friedensarbeit"
Der 3-tägige Workshop mit Scilla Elworthy findet im Rahmen der Be(e) School, einer Initiative für die Entwicklung von lokalen Friedensprojekten statt. Die Be(e) School wurde 2009 von Scilla Elworthy in Oxford gegründet. Seit 2010 gibt es die Be(e) School in Berlin, seit 2011 in Leipzig: www.bee-school.org
Der Workshop wird im Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (Zegg), einem Gemeinschaftsprojekt und Ökodorf im Hohen Fläming zwischen Berlin und Leipzig stattfinden. Weitere Infos zum Workshop gibt es hier (PDF).

- Jahresbericht 2010/2011Feb 2012Ausblenden
- Liebe Freundinnen und Freunde,
das Jahr 2011 war sehr spannend und ereignisreich für Peace Direct e.V. Nach dem Gründungstreffen am 4. September 2010 zogen sich die Vorbereitungen Mehr(Vereinseintragung, Beantragung der Gemeinnützigkeit, Bankkonto) noch etwas hin, so dass wir die Geschäftstätigkeit erst im Dezember aufnehmen konnten. Wir haben deshalb für 2010 keinen eigenen Jahresbericht angefertigt, sondern schließen die wenigen Wochen, die wir in dem Jahr faktisch tätig waren, in diesen Bericht mit ein.
Nach umfangreichen Vorbereitungen legten wir dann ab Mai 2011 richtig los und konnten einige interessante Aktivitäten und Veranstaltungen durchführen, über die wir hiermit einen Überblick geben möchten. Wer zu einzelnen Themen Fragen oder auch Anregungen hat, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die geholfen haben, Peace Direct e.V. im ersten Jahr seines Bestehens schon so erfolgreich zu machen: bei den Vereinsmitgliedern für die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit; bei allen Förderern, insbesondere den Dauerspendern, die für eine stetige und nachhaltige Arbeit unerlässlich sind, sowie der Großspenderin, die es uns ermöglichte, Jeremias Kettner als Fundraiser zu beschäftigen; und bei allen Menschen, Firmen und Organisationen, die uns in irgendeiner Weise unterstützt haben.
Vielen Dank!
Der Vorstand
Zum Herunterladen des Jahresberichtes auf die Grafik klicken (PDF; 1,2 MB)

- Grenzen überwinden in KaschmirFeb 2012Ausblenden
- Nach den Unruhen von 2010, die mehr als 100 Menschenleben kosteten, gibt es in diesem Jahr Zeichen der Hoffnung auf eine verbesserte Beziehung zwischen den Regierungen von Indien und Pakistan. Abseits Mehrder Verhandlungstische baut unsere Friedensstifterin Ashima Kaul auf diese Stimmung, um das Verständnis zwischen den geteilten Gesellschaften von Jammu und Kaschmir zu fördern.
In einer Reihe von Workshops hat Ashima junge Menschen aus verschiedenen Teilen des Bundesstaates zusammengeführt, darunter Muslime, Hindus und Buddhisten aus unterschiedlichen Ethnien. Einige reisten acht Stunden, um die Workshops zu erreichen, andere hatten ihren Heimatbezirk nie zuvor verlassen. Sie versammelten sich in der malerischen Stadt Bhaderwah im zerklüfteten Himalaya, einst eine Hochburg der Militanten.
Diese jungen Menschen gehören zu einer Generation, die umgeben von Konflikten aufgewachsen ist.
Sie kannten nur die Schrecken und Verluste des Krieges, den Hass und die Kümmernis, die die Gewalt zwischen den Volksgruppen verlängern. In den Unruhen von 2010 waren die Mehrzahl der Verwundeten und Toten junge Menschen.
Die Teilnehmerin Arunima Sehgal, eine Hindu aus Jammu, war während der Unruhen aus ihrer Heimat geflohen und vor dem Workshop sehr nervös:
Wir hatten große Bedenken, Muslime aus Kaschmir zu treffen. Wie würden sie auf uns reagieren? Würden wir mit ihnen sprechen oder nicht?
Ashima begann mit Diskussionen über die Ursachen und Geschichte des Konflikts. Sie bemerkte, wie die Wahrnehmung der Beteiligten sich veränderte:
Es dämmerte ihnen, dass es die Möglichkeit gab zu lernen - oder vielmehr die Konditionierung des Bewusstseins zu verlernen. Ich sah wie die Bilder ihrer Vorstellung, die sie über Jahre hinweg aufgebaut hatten, in jedem von ihnen zusammenfielen.
Die Teilnehmer machten bei Theater-Workshops mit, wodurch sie emotionale und politische Probleme sowie ethnische Stereotypen und Geschlechterrollen untersuchen konnten, was in extremistischen Gebieten oft nicht möglich ist.
Am Ende der Sitzungen hatte Arunima entdeckt, dass alle ihre Altersgenossen "gemeinsame Hoffnungen, gemeinsame Ziele, eine gemeinsame Sehnsucht nach einer besseren, friedlichen Zukunft teilen. Der Workshop hat meine Lebensperspektive völlig verändert." Sie kehrte nach Jammu zurück und begann eigene Friedensprojekte - darunter eine Mahnwache für junge Demonstranten, die letztes Jahr gestorben waren.
Der Beobachter Adi Bhaduri meinte:
Ich weiß, dass die Gesellschaften auf beiden Seiten der Trennungslinie mit der Leugnung des Schmerzes, der Verluste und der Enteignungen der jeweils anderen Seite gelebt haben. Deshalb ist es ein riesiger Schritt nach vorne im Friedens- und Heilungsprozess, wenn man sieht, wie innerhalb eines Tages Mitglieder beider Volksgruppen das Leiden der jeweils anderen anerkennen und sogar verinnerlichen.
Spenden Sie, um die gespaltene Gesellschaft in Kaschmir zu vereinen.

- Frieden als GeschenkFeb 2012Ausblenden
- Durch verschiedene Aktionen war es Peace Direct e.V. möglich, fast 4.000 Euro für lokale Friedensstifter zu sammeln. Wir möchten uns ganz herzlich bei all denen bedanken, die mit ihrer Spende Mehrunsere Arbeit unterstützt haben.
Unsere Kampagne „Mache den Frieden zu Deinem Weihnachtsgeschenk“ war dank großzügiger Spenden ein voller Erfolg. Darüber hinaus möchten wir uns bei den Schülern der John F. Kennedy-Schule Berlin, welche am National Honor Society- Programm teilnehmen, bedanken. Ihr Engagement hat gezeigt, wie erfolgreich kleinere Aktionen wie das Sammeln von Spenden auf Berliner Weihnachtsmärkten oder ein schulinterner Kuchenverkauf sein können.
Eine andere Form des Engagements ist, Peace Direct durch das Sammeln von Spenden auf der eigenen Geburtstagsfeier zu unterstützen statt sich beschenken zu lassen. Es freut uns sehr, dass viele Menschen dies getan haben. Wir möchten uns auch bei ihnen für ihre Hilfe bedanken.
Ein besonderer Dank für ihre großzügige Zuwendung geht an inmedio, ein Berliner Institut für Meditation, Beratung und Entwicklung. Inmedio engagiert sich u.a. für die Verbreitung konstruktiver Konfliktbearbeitungsverfahren in Nachkriegsländern und Krisengebieten. (Weitere Informationen findet man auf ihrer Webseite http://www.institut-inmedio.de/).
Das großartige Feedback zu unseren verschiedenen Weihnachtsaktionen hat gezeigt, wie wichtig und lebhaft zivilgesellschaftliches Engagement ist. Es bestärkt uns in unserer täglichen Arbeit für lokale Friedensstifter. Peace Direct e.V. ist allen, die an unseren Aktionen teilgenommen haben dankbar. Eure Unterstützung ist die beste Motivation für das Jahr 2012.

- John le Carré wirbt für Peace DirectFeb 2012Ausblenden
- Wir freuen uns sehr, dass der britische Bestsellerautor John le Carré im britischen Radiosender Mehranhören" href="http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b01b8yxr" target="_blank">BBC 4 für die Arbeit von Peace Direct geworben hat.
John le Carré wurde mit dem Spionage-Thriller „Der Spion, der aus der Kälte kam“ weltberühmt; die Verfilmung seines Romans „Dame, König, As, Spion“ ist zurzeit in den deutschen Kinos zu sehen. Der Schriftsteller hat den östlichen Kongo besucht und dort mit eigenen Augen die schrecklichen Folgen des Krieges gesehen, die unsere lokalen Friedensstifter dort mit Ihrer Arbeit heilen wollen. Wir fühlen uns sehr geehrt durch diese Bestätigung unseres Ansatzes lokaler Friedensarbeit.
In der Radiosendung erzählt John le Carré die Geschichte von Magana, einer Mutter von sieben Kindern im kriegsgebeutelten Kongo. Eines Tages stellt sie fest, dass ihr Dorf von bewaffneten Rebellensoldaten umzingelt wurde. Ihre einzige Hoffnung ruht auf dem Friedensstifter Henri Ladyi…
„Das ist Friedensarbeit von der Sorte, die wirklich zählt: Auge in Auge mit den kriegführenden Parteien vor Ort, deren Konflikte von Friedensstiftern aus ihren eigenen Gemeinden geschlichtet werden.“ John le Carré
Die Sendung (in englischer Sprache) kann online unter folgendem Link gehört werden: http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b01b8yxr
Hier können Sie mehr über Henrys lebensrettende Aktivitäten erfahren.
Hier können Sie für die Arbeit von Peace Direct spenden.

- Clicks4PeaceFeb 2012Ausblenden
- Online einkaufen und Peace Direct unterstützen
Peace Direct bietet ab sofort die einmalige Gelegenheit, beim Online-Shopping lokale Friedensstifter zu unterstützen – völlig ohne MehrMehrkosten! Möglich macht dies das Internetportal www.clicks4charity.net.
Clicks4peace funktioniert denkbar einfach: Der Nutzer kauft über den kleinen Umweg auf das Portal bei seinem Lieblings-Online Shop ein. Anmelden muss sich der Online-Einkäufer dabei nicht. Er wählt über den Link nur Peace Direct als gemeinnützige Organisation aus, die beim Shopping unterstützt werden soll.
Das Spendenvolumen für die Arbeit der Friedensstifter generiert clicks4charity über den Online-Shop. Das Geschäft überlässt einen prozentualen Anteil vom Einkaufswert an das Unternehmen, das 80% davon direkt an Peace Direct weitergibt. Das heißt für den Verbraucher im Internet: Spenden sammeln zum Nulltarif. Mit gerade einmal zwei Klicks mehr kann Peace Direct bei seiner Arbeit unterstützt werden. Und das ganz ohne zusätzliche Kosten!
clicks4peace
So kann man Peace Direct beim Online-Shopping unterstützen – völlig ohne Mehrkosten:
- Auf die Seite clicks4peace gehen - am besten gleich bookmarken!
- Unter „Ihr Shop“ den Online-Händler auswählen, bei dem man einkaufen möchte.
- Einkaufen und Gutes tun!
- Weltbank-Konferenz bestätigt lokale Strategie von Peace DirectJan 2012Ausblenden
- Während seines Privaturlaubs in New York hatte unser Fundraiser Jeremias Kettner die Gelegenheit, an einer MehrKonferenz der Weltbank zum Thema Abrüstung, Demobilisierung und Reintegration (engl. Abkürzung: DDR) in Washington D.C. teilzunehmen. Neben 80 Experten aus Wissenschaft und Praxis nahmen auch Vertreter von Weltbank und UN-Büros aus Kinshasa, Nairobi, Bujumbura und Kampala per Videokonferenz teil.
Bei der Konferenz wurde sichtbar, dass allgemein die Einbeziehung lokaler Organisationen bei der Lösung von militärischen Konflikten als sehr wichtig angesehen wird. Die Wissenschaft liefert durch jahrelange Feldforschung statistische Beweise dafür, dass beispielsweise der Ansatz des Community Driven Development (in etwa: Einbeziehung von Gemeinden in die Entwicklungsarbeit) nicht nur effizient, sondern auch auf lange Sicht nachhaltig ist. Leider sind Programme, bei denen lokale Organisationen einbezogen werden, nur über einen längeren Zeitraum realisierbar. Kurzfristige Erfolge, die bei der Evaluierung durch die Weltbank oftmals gefordert werden, sind kaum umsetzbar.
Obwohl die Weltbank große Summen für den DDR–Ansatz ausgibt, ändert sich vor Ort leider wenig. Hier bietet sich eine große Chance für Peace Direct, denn wir können unser Potenzial als Vermittler zwischen großen internationalen Organisationen wie z.B. der Weltbank oder der UNO und lokalen Friedensstiftern einbringen. So lässt sich eine optimale Kombination aus lokalen, nationalen und internationalen Bemühungen bei der Konfliktlösung schaffen. Das Feedback vieler Teilnehmer war, dass es den großen Organisationen an Kontakten auf Gemeindeebene mangelt und sie strengen Regeln zur Mittelvergabe ausgesetzt sind.
Nähere Infos zur Konferenz (in engl. Sprache) gibt es hier.

- Ein Friedensnetzwerk in PakistanJan 2012Ausblenden
- In der unruhigen Bergregion zwischen Pakistan und Afghanistan hat eine 23jährige Friedensstifterin ein Netzwerk von Friedensaktivisten gegründet – eine mutige Gruppe junger Menschen deren Mission Mehres ist, die Ausbreitung von religiösem Extremismus zu stoppen und ihre Altersgenossen vom Eintritt in militante Organisationen abzuhalten.
Gulalai Ismail begann diese Arbeit im Alter von nur 16 Jahren nachdem sie eine Frau getroffen hatte, deren Sohn zu einem Märtyrer für Terroristen geworden war. Die Mutter hatte die Leiche ihres Sohnes in Empfang genommen. Der Junge war erst zwölf Jahre alt.
In Gulalais Heimatprovinz Khyber Pakhtunkhwa findet religiöser Extremismus jeden Tag statt und die Taliban sind ständig im Geheimen präsent. Mehr als 4.000 Menschen wurden in über 250 Selbstmordanschlägen getötet und viele Tausende mehr leben in Angst vor dem nächsten Anschlag. Frauen leben nach traditionellen Gesetzen und Kinder – besonders junge Mädchen – werden von den Extremisten abgeschreckt, zur Schule zu gehen.
Gulalai begann, Menschen in ihrem Alter anzuwerben und auszubilden, damit sie als Freiwillige in die Schulen, Universitäten und Dörfer gehen. Ihre Mission ist es, den Aufrufen zur Militanz entgegenzutreten und zu zeigen, dass es Alternativen gibt. Sie wollen die nächste Generation retten.
Wir erkennen junge Menschen in der Gemeinschaft, die empfänglich für Militanz sein könnten, und wir diskutieren die Ursachen und Folgen des Konflikts sowie die Geschichte der Talibanisierung. Wir reden über Toleranz für Menschen anderen Glaubens. - Gulalai
Die Macht ihrer Überzeugunskraft kann am Beispiel von Muhammad gesehen werden, einem jungen Vater aus der Region, in der man an den Heiligen Krieg glaubt. Sein Glaube daran war so stark, dass er seine beiden jungen Söhne in einer radikalen Religionsschule anmeldete, die mit den Ansichten der Taliban sympathisiert – diese beinhalten auch den Glauben an Selbstmord für eine gute Sache.
Einer von Gulalais Freiwilligen bemerkte diese Wahl und forderte Muhammad heraus. Nach einer Reihe von Diskussionen begann Muhammad, die Legitimität von Gewalt und die Wahl, die er für seine Söhne getroffen hatte, zu hinterfragen. Er schaute sich nach etwas anderem um. Muhammads Söhne, neun und elf Jahre alt, gehen jetzt auf eine gemäßigte Schule. Für diese beiden Jungen hat die Tätigkeit vor Ort eine wirkliche Bedeutung – und wahrscheinlich ihre Leben gerettet.
Spende noch heute, damit Du dabei helfen kannst, ihre Friedensbotschaft zu verbreiten und junge Menschen von religiösem Extremismus und Gewalt abzubringen.

- Mache den Frieden zum WeihnachstgeschenkDez 2011Ausblenden
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Weihnachten ist das Fest des Friedens
In diesem Jahr leben 1,5 Milliarden Menschen zur MehrWeihnachtszeit in Konfliktregionen oder fragilen Staaten.
In jedem dieser gewaltsamen Konflikte gibt es Menschen, die sich lokal für den Frieden einsetzen.
Unterstütze diese Helden.
Jede Spende hilft.
- 40 € können einem ehemaligen Rebellensoldaten im Kongo dabei helfen, in seinem Dorf einen neuen Lebensunterhalt zu finden.
- 80 € kostet die Zusammenkunft eines Friedenskomitees im Sudan, welches Stammesführer davon überzeugen soll, zu reden anstatt sich zu bekämpfen.
- 200 € reichen aus, um einen jungen Menschen als Mediator auszubilden, der hilft, die gesellschaftlichen Gegensätze in Sri Lanka zu überbrücken.
HILF PEACE DIRECT.
HILF LOKALEN FRIEDENSSTIFTERN.
SPENDE HIER.
Danke für Deine Unterstützung!
- Video: Ein Abend mit FriedensstifternDez 2011Ausblenden
- Am 27. August 2011 waren fünf unserer lokalen Friedensstifter zu Besuch in Berlin : Chiyedza Nyahuye aus Simbabwe, Albino Forquilha aus Mosambik sowie Sohail Karim, Jasmine Simeron und Narjas Zatat Mehraus London.
Diese Gelegenheit konnten wir nutzen, um die Arbeit von Peace Direct e.V. in den Räumen der Humboldt Viadrina School of Governance einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Teilnehmer wurden aus erster Hand über den mutigen und oft sehr schwierigen Einsatz für den Frieden informiert. Allen Beteiligten ist dieser Abend noch in guter Erinnerung.
Wir freuen uns, jetzt ein Video präsentieren zu können, das die Stimmung des Abends wiedergibt.
http://youtu.be/gR_M_tTbCVk

- So fängt Frieden anNov 2011Ausblenden
- Kerstin hat sich zu ihrer Geburtstagsfeier keine Geschenke gewünscht, sondern Spenden für Peace Direct e.V. 280 Euro sind so Mehrfür unsere Friedensstifter zusammengekommen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserer Unterstützerin für diese großartige Aktion!
Deine Ideen sind gefragt!
Was auch immer Du machst, wo auch immer Du es machst - es gibt viele Wege in Aktion zu treten. DU kannst das Leben von Menschen, die jahrzehntelang unter Krieg und Gewalt gelitten haben, verbessern. Du willst Dich engagieren? Es gibt bei Peace Direct viele Möglichkeiten - lies mehr in unserer Rubrik Mitmachen.
- DR Kongo: Selbst für Gerechtigkeit sorgenNov 2011Ausblenden
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Der östliche Teil des Kongos ist eine der fragilsten Regionen der Erde. Mehr als 2 Millionen Menschen wurden als direkte Folge der zahlreichen Kriege seit 1996 zu Flüchtlingen. Die Mehrnun zurückkehrenden Menschen finden ihre Häuser oder Ländereien häufig von Fremden besetzt vor. Der ständige Flüchtlingsstrom könnte so die hart erarbeitete Stabilität gefährden und eine Rückkehr zu Gewalt verursachen. Heimatvertriebene können in ländlichen Subsistenzwirtschaften wegen ihres Landbedarfs oft Unruhe herbeiführen.
Mama Kabibi ist 78 Jahre alt. Sie hat mitansehen müssen, wie ihre Kinder eines nach dem anderen in Kämpfen oder durch Krankheit starb. Alleine konnte sie ihr Land nicht verteidigen und war hilflos, als ein Ex-Soldat sie aus ihrem Haus und von ihrer einzigen Nahrungsquelle - ihrem Maniokfeld - vertrieb. Sie wandte sich an die Behörden, doch die antworteten auf ihre Anfragen nicht.
Gerechtigkeit ist in dieser Region eine Mangelware, Gerichtsprozesse sind teuer und langsam. Ein Anwalt vor Ort erzählte Friedensttifter Flory Kazingufu, dass von 2.000 Fällen, die den Gerichten im letzten Jahr vorgelegt wurden, nur acht gelöst wurden. Verzweifelte, verarmte Dorfbewohner können sich oft nicht einmal leisten, ihren Fall vor ein Gericht bringen.
In dieser Situation gründete Flory ein schnelles und für die Dorfbewohner bezahlbares System von Dorfgerichten, welche mit Freiwilligen besetzt sind und auf Traditionen basieren.
Seine Organisation, Chirezi, hat ein Team von neutralen Beobachtern trainiert, die alle Fälle verwalten. Das Ergebnis ist eine Anlaufstelle für die Menschen vor Ort, die es ihnen erlaubt, ihre Streitigkeiten kostenlos lösen zu lassen.
Diese Gerichte geben Leuten einen schnellen, effektiven Zugang zu Gerechtigkeit, den sie andernorts nicht bekommen – Flory Kazingufu
Mama Kabibi kam diesen Februar zu den freiwilligen Richtern . Diese begannen sofort, ihren Fall zu bearbeiten. Nach nur zwei Anhörungen stimmte der Ex-Soldat zu, Mama Kabibi ihr Land zurückzugeben. Nun kann sie wieder ihre eigenen Nahrungsmittel anbauen und die Zukunft positiv angehen.
Dieser Fall zeigt den unmittelbaren Einfluss, den dieses gerade erst begonnene Projekt der Dorfgerichte auf das Leben der Schwachen in der Region hat. Florys drei Gerichte decken 32 Dörfer ab und arbeiten somit zum Wohl von fast ein Viertel Million Menschen. Und weil sie traditionelle Strukturen nutzen und von Menschen vor Ort geleitet sind, werden diese Gerichte auch in Zukunft tragfähig sein.
Spende jetzt um Menschen in der Demokratischen Republik Kongo Zugang zu Gerechtigkeit zu geben.
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