News
- “Local First”Feb 2012Ausblenden
- Wir freuen uns sehr, Sie am Dienstag, dem 28. Februar 2012 von 18:00 bis 19:30 Uhr zur Kooperationsveranstaltung „Local First“ von Peace Direct e.V. und der JUNGEN DGAP einladen zu dürfen. Die MehrEinladung finden Sie hier als PDF-Datei.
Unter dem Motto „Local First“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen die Vorteile und Herausforderungen lokaler Friedensarbeit diskutieren. Warum zeigen komplex aufgebaute und auf Nachhaltigkeit angelegte Friedenskonsolidierungsprogramme, die derzeit unter Schlagwörtern wie DDR, SSR und RoL gehandelt werden, in der Summe nur sehr mangelhafte Ergebnisse? Wie können wir die Stärkung der Eigenverantwortung lokaler Akteure vorantreiben?
Wir freuen uns ganz besonders, diese und andere Fragen mit unserem Gast Dr. Ursula Eid diskutieren zu dürfen. Frau Dr. Eid war von 1998 Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ab Oktober 2001 war sie außerdem G8-Afrika-Beauftragte von Bundeskanzler Schröder. Seit 2004 gehört Dr. Ursula Eid dem Beratungsausschuss des UN-Generalsekretärs zu „Wasser und Sanitärer Grundversorgung“ an und ist dessen stellvertretende Vorsitzende. Das Gespräch wird von Urs Schrade, Politikwissenschaftler und Vorstandsmitglied Peace Direct Deutschland, moderiert.
Wir würden uns sehr freuen, Sie Dienstag, den 28. Februar 2012 von 18:00 bis 19:30 Uhr im Hause der DGAP, in der Rauchstr. 17/18, 10787 Berlin begrüßen zu dürfen. Für die Anmeldung zur Veranstaltung, weitere Details oder Rückfragen kontaktieren Sie bitte Frau Venetia Malim unter: malim@dgap.org.

- Frieden als GeschenkFeb 2012Ausblenden
- Durch verschiedene Aktionen war es Peace Direct e.V. möglich, fast 4.000 Euro für lokale Friedensstifter zu sammeln. Wir möchten uns ganz herzlich bei all denen bedanken, die mit ihrer Spende Mehrunsere Arbeit unterstützt haben.
Unsere Kampagne „Mache den Frieden zu Deinem Weihnachtsgeschenk“ war dank großzügiger Spenden ein voller Erfolg. Darüber hinaus möchten wir uns bei den Schülern der John F. Kennedy-Schule Berlin, welche am National Honor Society- Programm teilnehmen, bedanken. Ihr Engagement hat gezeigt, wie erfolgreich kleinere Aktionen wie das Sammeln von Spenden auf Berliner Weihnachtsmärkten oder ein schulinterner Kuchenverkauf sein können.
Eine andere Form des Engagements ist, Peace Direct durch das Sammeln von Spenden auf der eigenen Geburtstagsfeier zu unterstützen statt sich beschenken zu lassen. Es freut uns sehr, dass viele Menschen dies getan haben. Wir möchten uns auch bei ihnen für ihre Hilfe bedanken.
Ein besonderer Dank für ihre großzügige Zuwendung geht an inmedio, ein Berliner Institut für Meditation, Beratung und Entwicklung. Inmedio engagiert sich u.a. für die Verbreitung konstruktiver Konfliktbearbeitungsverfahren in Nachkriegsländern und Krisengebieten. (Weitere Informationen findet man auf ihrer Webseite http://www.institut-inmedio.de/).
Das großartige Feedback zu unseren verschiedenen Weihnachtsaktionen hat gezeigt, wie wichtig und lebhaft zivilgesellschaftliches Engagement ist. Es bestärkt uns in unserer täglichen Arbeit für lokale Friedensstifter. Peace Direct e.V. ist allen, die an unseren Aktionen teilgenommen haben dankbar. Eure Unterstützung ist die beste Motivation für das Jahr 2012.

- John le Carré wirbt für Peace DirectFeb 2012Ausblenden
- Wir freuen uns sehr, dass der britische Bestsellerautor John le Carré im britischen Radiosender Mehranhören" href="http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b01b8yxr" target="_blank">BBC 4 für die Arbeit von Peace Direct geworben hat.
John le Carré wurde mit dem Spionage-Thriller „Der Spion, der aus der Kälte kam“ weltberühmt; die Verfilmung seines Romans „Dame, König, As, Spion“ ist zurzeit in den deutschen Kinos zu sehen. Der Schriftsteller hat den östlichen Kongo besucht und dort mit eigenen Augen die schrecklichen Folgen des Krieges gesehen, die unsere lokalen Friedensstifter dort mit Ihrer Arbeit heilen wollen. Wir fühlen uns sehr geehrt durch diese Bestätigung unseres Ansatzes lokaler Friedensarbeit.
In der Radiosendung erzählt John le Carré die Geschichte von Magana, einer Mutter von sieben Kindern im kriegsgebeutelten Kongo. Eines Tages stellt sie fest, dass ihr Dorf von bewaffneten Rebellensoldaten umzingelt wurde. Ihre einzige Hoffnung ruht auf dem Friedensstifter Henri Ladyi…
„Das ist Friedensarbeit von der Sorte, die wirklich zählt: Auge in Auge mit den kriegführenden Parteien vor Ort, deren Konflikte von Friedensstiftern aus ihren eigenen Gemeinden geschlichtet werden.“ John le Carré
Die Sendung (in englischer Sprache) kann online unter folgendem Link gehört werden: http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b01b8yxr
Hier können Sie mehr über Henrys lebensrettende Aktivitäten erfahren.
Hier können Sie für die Arbeit von Peace Direct spenden.

- Clicks4PeaceFeb 2012Ausblenden
- Online einkaufen und Peace Direct unterstützen
Peace Direct bietet ab sofort die einmalige Gelegenheit, beim Online-Shopping lokale Friedensstifter zu unterstützen – völlig ohne MehrMehrkosten! Möglich macht dies das Internetportal www.clicks4charity.net.
Clicks4charity funktioniert denkbar einfach: Der Nutzer kauft über den kleinen Umweg auf das Portal bei seinem Lieblings-Online Shop ein. Anmelden muss sich der Online-Einkäufer auf clicks4charity dabei nicht. Er wählt auf dem Portal vor dem Shopping nur Peace Direct als gemeinnützige Organisation aus, die unterstützt werden soll.
Das Spendenvolumen für die Arbeit der Friedensstifter generiert clicks4charity über den Online-Shop. Das Geschäft überlässt einen prozentualen Anteil vom Einkaufswert an das Unternehmen, das 80% davon direkt an Peace Direct weitergibt. Das heißt für den Verbraucher im Internet: Spenden sammeln zum Nulltarif. Mit gerade einmal drei Klicks mehr kann Peace Direct bei seiner Arbeit unterstützt werden. Und das ganz ohne zusätzliche Kosten!
1moment2help - 3clicks4peace
So kann man Peace Direct beim Online-Shopping unterstützen – völlig ohne Mehrkosten:
- Auf die Seite www.clicks4charity.net gehen.
- Unter dem Menüpunkt „Ihre Charity“ alle Organisationen anzeigen lassen und Peace Direct auswählen.
- Unter „Ihr Shop“ den Online-Händler auswählen, bei dem man einkaufen möchte.
- Einkaufen und Gutes tun!
- Weltbank-Konferenz bestätigt lokale Strategie von Peace DirectJan 2012Ausblenden
- Während seines Privaturlaubs in New York hatte unser Fundraiser Jeremias Kettner die Gelegenheit, an einer MehrKonferenz der Weltbank zum Thema Abrüstung, Demobilisierung und Reintegration (engl. Abkürzung: DDR) in Washington D.C. teilzunehmen. Neben 80 Experten aus Wissenschaft und Praxis nahmen auch Vertreter von Weltbank und UN-Büros aus Kinshasa, Nairobi, Bujumbura und Kampala per Videokonferenz teil.
Bei der Konferenz wurde sichtbar, dass allgemein die Einbeziehung lokaler Organisationen bei der Lösung von militärischen Konflikten als sehr wichtig angesehen wird. Die Wissenschaft liefert durch jahrelange Feldforschung statistische Beweise dafür, dass beispielsweise der Ansatz des Community Driven Development (in etwa: Einbeziehung von Gemeinden in die Entwicklungsarbeit) nicht nur effizient, sondern auch auf lange Sicht nachhaltig ist. Leider sind Programme, bei denen lokale Organisationen einbezogen werden, nur über einen längeren Zeitraum realisierbar. Kurzfristige Erfolge, die bei der Evaluierung durch die Weltbank oftmals gefordert werden, sind kaum umsetzbar.
Obwohl die Weltbank große Summen für den DDR–Ansatz ausgibt, ändert sich vor Ort leider wenig. Hier bietet sich eine große Chance für Peace Direct, denn wir können unser Potenzial als Vermittler zwischen großen internationalen Organisationen wie z.B. der Weltbank oder der UNO und lokalen Friedensstiftern einbringen. So lässt sich eine optimale Kombination aus lokalen, nationalen und internationalen Bemühungen bei der Konfliktlösung schaffen. Das Feedback vieler Teilnehmer war, dass es den großen Organisationen an Kontakten auf Gemeindeebene mangelt und sie strengen Regeln zur Mittelvergabe ausgesetzt sind.
Nähere Infos zur Konferenz (in engl. Sprache) gibt es hier.

- Ein Friedensnetzwerk in PakistanJan 2012Ausblenden
- In der unruhigen Bergregion zwischen Pakistan und Afghanistan hat eine 23jährige Friedensstifterin ein Netzwerk von Friedensaktivisten gegründet – eine mutige Gruppe junger Menschen deren Mission Mehres ist, die Ausbreitung von religiösem Extremismus zu stoppen und ihre Altersgenossen vom Eintritt in militante Organisationen abzuhalten.
Gulalai Ismail begann diese Arbeit im Alter von nur 16 Jahren nachdem sie eine Frau getroffen hatte, deren Sohn zu einem Märtyrer für Terroristen geworden war. Die Mutter hatte die Leiche ihres Sohnes in Empfang genommen. Der Junge war erst zwölf Jahre alt.
In Gulalais Heimatprovinz Khyber Pakhtunkhwa findet religiöser Extremismus jeden Tag statt und die Taliban sind ständig im Geheimen präsent. Mehr als 4.000 Menschen wurden in über 250 Selbstmordanschlägen getötet und viele Tausende mehr leben in Angst vor dem nächsten Anschlag. Frauen leben nach traditionellen Gesetzen und Kinder – besonders junge Mädchen – werden von den Extremisten abgeschreckt, zur Schule zu gehen.
Gulalai begann, Menschen in ihrem Alter anzuwerben und auszubilden, damit sie als Freiwillige in die Schulen, Universitäten und Dörfer gehen. Ihre Mission ist es, den Aufrufen zur Militanz entgegenzutreten und zu zeigen, dass es Alternativen gibt. Sie wollen die nächste Generation retten.
Wir erkennen junge Menschen in der Gemeinschaft, die empfänglich für Militanz sein könnten, und wir diskutieren die Ursachen und Folgen des Konflikts sowie die Geschichte der Talibanisierung. Wir reden über Toleranz für Menschen anderen Glaubens. - Gulalai
Die Macht ihrer Überzeugunskraft kann am Beispiel von Muhammad gesehen werden, einem jungen Vater aus der Region, in der man an den Heiligen Krieg glaubt. Sein Glaube daran war so stark, dass er seine beiden jungen Söhne in einer radikalen Religionsschule anmeldete, die mit den Ansichten der Taliban sympathisiert – diese beinhalten auch den Glauben an Selbstmord für eine gute Sache.
Einer von Gulalais Freiwilligen bemerkte diese Wahl und forderte Muhammad heraus. Nach einer Reihe von Diskussionen begann Muhammad, die Legitimität von Gewalt und die Wahl, die er für seine Söhne getroffen hatte, zu hinterfragen. Er schaute sich nach etwas anderem um. Muhammads Söhne, neun und elf Jahre alt, gehen jetzt auf eine gemäßigte Schule. Für diese beiden Jungen hat die Tätigkeit vor Ort eine wirkliche Bedeutung – und wahrscheinlich ihre Leben gerettet.
Spende noch heute, damit Du dabei helfen kannst, ihre Friedensbotschaft zu verbreiten und junge Menschen von religiösem Extremismus und Gewalt abzubringen.

- Mache den Frieden zum WeihnachstgeschenkDez 2011Ausblenden
-
Weihnachten ist das Fest des Friedens
In diesem Jahr leben 1,5 Milliarden Menschen zur MehrWeihnachtszeit in Konfliktregionen oder fragilen Staaten.
In jedem dieser gewaltsamen Konflikte gibt es Menschen, die sich lokal für den Frieden einsetzen.
Unterstütze diese Helden.
Jede Spende hilft.
- 40 € können einem ehemaligen Rebellensoldaten im Kongo dabei helfen, in seinem Dorf einen neuen Lebensunterhalt zu finden.
- 80 € kostet die Zusammenkunft eines Friedenskomitees im Sudan, welches Stammesführer davon überzeugen soll, zu reden anstatt sich zu bekämpfen.
- 200 € reichen aus, um einen jungen Menschen als Mediator auszubilden, der hilft, die gesellschaftlichen Gegensätze in Sri Lanka zu überbrücken.
HILF PEACE DIRECT.
HILF LOKALEN FRIEDENSSTIFTERN.
SPENDE HIER.
Danke für Deine Unterstützung!
- Video: Ein Abend mit FriedensstifternDez 2011Ausblenden
- Am 27. August 2011 waren fünf unserer lokalen Friedensstifter zu Besuch in Berlin : Chiyedza Nyahuye aus Simbabwe, Albino Forquilha aus Mosambik sowie Sohail Karim, Jasmine Simeron und Narjas Zatat Mehraus London.
Diese Gelegenheit konnten wir nutzen, um die Arbeit von Peace Direct e.V. in den Räumen der Humboldt Viadrina School of Governance einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Teilnehmer wurden aus erster Hand über den mutigen und oft sehr schwierigen Einsatz für den Frieden informiert. Allen Beteiligten ist dieser Abend noch in guter Erinnerung.
Wir freuen uns, jetzt ein Video präsentieren zu können, das die Stimmung des Abends wiedergibt.
http://youtu.be/gR_M_tTbCVk

- So fängt Frieden anNov 2011Ausblenden
- Kerstin hat sich zu ihrer Geburtstagsfeier keine Geschenke gewünscht, sondern Spenden für Peace Direct e.V. 280 Euro sind so Mehrfür unsere Friedensstifter zusammengekommen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserer Unterstützerin für diese großartige Aktion!
Deine Ideen sind gefragt!
Was auch immer Du machst, wo auch immer Du es machst - es gibt viele Wege in Aktion zu treten. DU kannst das Leben von Menschen, die jahrzehntelang unter Krieg und Gewalt gelitten haben, verbessern. Du willst Dich engagieren? Es gibt bei Peace Direct viele Möglichkeiten - lies mehr in unserer Rubrik Mitmachen.
- DR Kongo: Selbst für Gerechtigkeit sorgenNov 2011Ausblenden
-
Der östliche Teil des Kongos ist eine der fragilsten Regionen der Erde. Mehr als 2 Millionen Menschen wurden als direkte Folge der zahlreichen Kriege seit 1996 zu Flüchtlingen. Die Mehrnun zurückkehrenden Menschen finden ihre Häuser oder Ländereien häufig von Fremden besetzt vor. Der ständige Flüchtlingsstrom könnte so die hart erarbeitete Stabilität gefährden und eine Rückkehr zu Gewalt verursachen. Heimatvertriebene können in ländlichen Subsistenzwirtschaften wegen ihres Landbedarfs oft Unruhe herbeiführen.
Mama Kabibi ist 78 Jahre alt. Sie hat mitansehen müssen, wie ihre Kinder eines nach dem anderen in Kämpfen oder durch Krankheit starb. Alleine konnte sie ihr Land nicht verteidigen und war hilflos, als ein Ex-Soldat sie aus ihrem Haus und von ihrer einzigen Nahrungsquelle - ihrem Maniokfeld - vertrieb. Sie wandte sich an die Behörden, doch die antworteten auf ihre Anfragen nicht.
Gerechtigkeit ist in dieser Region eine Mangelware, Gerichtsprozesse sind teuer und langsam. Ein Anwalt vor Ort erzählte Friedensttifter Flory Kazingufu, dass von 2.000 Fällen, die den Gerichten im letzten Jahr vorgelegt wurden, nur acht gelöst wurden. Verzweifelte, verarmte Dorfbewohner können sich oft nicht einmal leisten, ihren Fall vor ein Gericht bringen.
In dieser Situation gründete Flory ein schnelles und für die Dorfbewohner bezahlbares System von Dorfgerichten, welche mit Freiwilligen besetzt sind und auf Traditionen basieren.
Seine Organisation, Chirezi, hat ein Team von neutralen Beobachtern trainiert, die alle Fälle verwalten. Das Ergebnis ist eine Anlaufstelle für die Menschen vor Ort, die es ihnen erlaubt, ihre Streitigkeiten kostenlos lösen zu lassen.
Diese Gerichte geben Leuten einen schnellen, effektiven Zugang zu Gerechtigkeit, den sie andernorts nicht bekommen – Flory Kazingufu
Mama Kabibi kam diesen Februar zu den freiwilligen Richtern . Diese begannen sofort, ihren Fall zu bearbeiten. Nach nur zwei Anhörungen stimmte der Ex-Soldat zu, Mama Kabibi ihr Land zurückzugeben. Nun kann sie wieder ihre eigenen Nahrungsmittel anbauen und die Zukunft positiv angehen.
Dieser Fall zeigt den unmittelbaren Einfluss, den dieses gerade erst begonnene Projekt der Dorfgerichte auf das Leben der Schwachen in der Region hat. Florys drei Gerichte decken 32 Dörfer ab und arbeiten somit zum Wohl von fast ein Viertel Million Menschen. Und weil sie traditionelle Strukturen nutzen und von Menschen vor Ort geleitet sind, werden diese Gerichte auch in Zukunft tragfähig sein.
Spende jetzt um Menschen in der Demokratischen Republik Kongo Zugang zu Gerechtigkeit zu geben.

- 1.000 Euro für Peace DirectOkt 2011Ausblenden
- Liebe Freunde von Peace Direct,
eure Stimme zählt! Peace Direct e.V. hat die Chance, 1.000 Euro für unsere MehrFriedensstifter zu gewinnen. Denn wir machen bei einer großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit. Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit ihrer Stimme – somit auch ihr! Also gleich hier abstimmen!
Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Und zwar für jede Email-Adresse, die er besitzt. Wenn ihr mehrere Email-Adressen habt (z.B. web.de, yahoo, gmx, google,...) könnt ihr also pro Adresse 3 Stimmen abgeben!
Die Abstimmung läuft bis zum 15. November 2011. Wir freuen uns, wenn ihr uns mit allen Stimmen unterstützt und bedanken uns im Namen der Friedensstifter für eure Unterstützung.
Bitte sendet diese Info auch an möglichst viele Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen etc. weiter - jede Stimme für Peace Direct zählt!

- Friedensnobelpreis 2011Okt 2011Ausblenden
- Peace Direct gratuliert herzlich den drei Gewinnerinnen des Friedensnobelpreises, Ellen Johnson Sirleaf und Leymah Gbowee aus Liberia sowie Tawakul Karman aus dem Jemen. Die Entscheidung des MehrNobelpreiskomitees erkennt zweierlei an: sowohl den Beitrag, den Frauen zum Aufbau des Friedens leisten, als auch die Rolle, die die Menschen vor Ort bei der Umwandlung ihrer eigenen Gesellschaften spielen.
"Dieses Jahr hat der Friedensnobelpreis den wesentlichen Beitrag lokaler Friedensstifter anerkannt, den sie auf direkte und äußerst effektive Weise zur Lösung aktueller Konflikte leisten"
Carolyn Hayman, Chief Executive von Peace Direct
"Lokale Friedensstifter wie diese Nobelpreisgewinnerinnen findet man in jedem Konfliktgebiet - sie bieten ein positives Beispiel und schaffen eine bessere Zukunft für ihre eigenen Gesellschaften" so Carolyn Hayman. "Ihre heldenhaften Bemühungen werden zu oft ignoriert, und wir hoffen, dass dieser Preis dazu führt, dass die internationale Gemeinschaft den machtvollen Einfluss lokaler Friedensstifter auf der ganzen Welt erkennt."
Das Nobelkomitee teilte mit, es verleihe den Preis an die drei Gewinnerinnen "für ihren gewaltlosen Kampf für die Sicherheit von Frauen und für das Recht von Frauen auf volle Beteiligung bei der Friedensarbeit." Die neuen Gewinnerinnen gehören zu einer illustren Reihe lokaler Friedensstifter, die den Friedensnobelpreis gewonnen haben. In allen Fällen waren die lokalen Friedensstifter geprägt durch eine Kombination profunder Kenntnisse ihrer eigenen Gesellschaften und der moralischen Autorität, die aus ihrem Mut und ihrem Engagement erwächst.
Die Arbeit der Preisträger zeigt auch, wie wichtig Friedensarbeit der Menschen vor Ort sein kann, die auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft ansetzt. Johnson Sirleaf, die bislang bekannteste der Gewinnerinnen, hat die Rolle gezeigt, die zielstrebige politische Führung dabei spielen kann, Liberia aus den Schrecken des Bürgerkrieges herauszubringen und den Versöhnungsprozess zu beginnen. Aber mit der Preisvergabe auch an Leymah Gbowee hat das Nobelpreiskomitee anerkannt, dass solch ein Fortschritt nur durch den Mut und Einfallsreichtum von Friedensstiftern an der Basis möglich war - in diesem Fall durch Proteste und Schaffung von Dialogmöglichkeiten während die Kämpfe noch andauerten. Wie Sirleaf Johnson selbst sagte: der Preis ist in Wahrheit "für das gesamte liberianische Volk."
Für die Unterstützung dieser Art lokal geführter Friedensarbeit wurde Peace Direct gegründet. In jeder Gesellschaft spielt die Arbeit der Menschen vor Ort eine wesentliche Rolle bei der Konfliktlösung, und je größer die Unterstützung, desto größer ihr Einfluss. Der Friedensnobelpreis 2011 ist nicht nur eine Anerkennung für die drei mutigen und außergewöhnlichen Frauen, die ihn erhalten werden, sondern auch für lokale Friedensstifter überall. Wir gratulieren ihnen allen!

- D.R. Kongo: Milizkämpfer schalten den Frieden einOkt 2011Ausblenden
- In der D.R. Kongo ist das Radio eines der wenigen zuverlässigen Massenkommunikationsmittel - und vielleicht der Mehreinzige Weg, Menschen tief im Busch zu erreichen. Aber genau diese Menschen - die Milizen im Zentrum eines der tödlichsten Konflikte der Welt - will unsere lokale Friedensorganisation, das Centre Résolution Conflits (CRC), erreichen. Das CRC will sie dazu aufrufen, ihre Waffen niederzulegen und nach Hause zurückzukehren. Um das zu erreichen, hat es geholfen, 119 Radioclubs in Gemeinden des östlichen Kongo zu gründen.
Viele der Kämpfer im Busch sind den Milizen beigetreten, um ihre Gemeinden zu schützen, als der Bürgerkrieg durch den Ost-Kongo fegte. Aber als der Krieg andauerte und das Ausmaß der Grausamkeiten stieg, wurden immer mehr in die Kämpfe verwickelt. Heute sagen sie dem CRC, dass sie gerne nach Hause zurückkehren würden, um den Frieden zu wagen statt Krieg.
Die Angst hält viele Kämpfer davon ab, nach Hause zu gehen. Angst vor Schikanen der Armee. Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der Dorfbewohner wegen ihrer begangenen Verbrechen. Angst davor, außerhalb der bewaffneten Gruppen keinen Lebensunterhalt zu finden. Die Sendungen der Radioclubs stellen diese Ängste infrage. Oft sind die Sprecher selbst frühere Kämpfer. Sie wollen ihren Kameraden berichten, dass es sicher ist, und sie ermutigen, nach Hause zu kommen. Sie zeigen, dass es eine Alternative zum Leben im Busch gibt.
Ich kann sagen 'Ich bin Kidicho, ich bin mit euch dort gewesen, ihr kennt mich, ihr habt mit mir in den Bergen gelebt und gekämpft. Jetzt bin ich hier, ihr hört meine Stimme, es geht mir gut hier und ich bitte euch, meinem Beispiel zu folgen.' - Kidicho, früherer Milizkämpfer
Die Radioclubs ermutigen die Kämpfer nicht nur zur Rückkehr, sondern legen auch den Grundstein für den Aufbau eines neuen Lebens. Die Sendungen sprechen davon, sein Verhalten zu ändern - wie man Konflikte löst, statt auf sie zu reagieren -, so dass die Gemeinden die Kämpfer außerhalb der Milizen nicht fürchten. Die Radioclubs sprechen auch zu Gemeinden, die vielleicht die Rückkehr derjenigen fürchten, die schreckliche Verbrechen verübt haben könnten. Die Radioclubs können zeigen, wie die Akzeptanz früherer Kämpfer für die Gemeinden zum Vorteil wird, nicht zur Last. Dieser Fokus auf sowohl Kämpfer als auch Gemeinden sorgt dafür, dass nur in wenigen Fällen Menschen in den Busch zurückkehren.
Als wir unseren Kollegen zuhörten und merkten, dass sie problemlos von den Gemeinden Willkommen geheißen wurden, entschlossen auch wir uns, ebenfalls diesen Weg zu gehen und den Busch zu verlassen. - Kasareka, früherer Mai Mai-Milizionär
Die Radioclubs werden immer stärker, aber sie benötigen Ihre Unterstützung, damit sie weiterhin erfolgreich sind. Spenden Sie noch heute, und Sie können dem CRC helfen zu denen zu sprechen, die am schwersten zu erreichen sind, und an sie zu appellieren, ihre Waffen niederzulegen und der D.R. Kongo den Frieden zu bringen.

- Sri Lanka: Basisgelenkte FriedensinitiativenAug 2011Ausblenden
- Sri Lankas Bürgerkrieg mag vorüber sein, aber 30 Jahre der Gewalt haben eine Gesellschaft hinterlassen, die durch ethnische und religiöse Grenzen geteilt ist. Peace Direct unterstützt das Mehrtitle="Center for Peacebuilding and Reconciliation" href="http://www.peacedirect.de/peacebuilders/sri-lanka/" target="_self">Centre for Peacebuilding and Reconciliation (Zentrum für Friedensaufbau und Versöhnung, CPBR). CPBR hat einen innovativen Ansatz der Friedensarbeit in Sri Lanka. Die Organisation bildet die religiösen Führer und junge Menschen in Frieden und Konfliktlösung aus, damit diese unabhängig agieren und einen nachhaltigen Wandel schaffen können. Durch Einbeziehung der örtlichen Anführer von heute und morgen baut CPBR eine Basisorganisation für Frieden und Versöhnung auf.
Ein jüngstes Ereignis in Batticaloa, einer Provinz im Osten Sri Lankas, hat gezeigt, wie effektiv dieser Ansatz sein kann.
Ein Hindu-Priester, im Rahmen des Programms ausgebildet, organisierte selbst zwei Gemeindetreffen für interreligiöse Harmonie und Konflikttransformation. Der Priester überzeugte andere Gemeindeführer teilzunehmen, und das Ereignis wurde vollständig von der Gemeinde organisiert und durchgeführt – mit nur geringer Unterstützung von CPBR.
30 religiöse Führer nahmen teil und der Direktor der örtlichen Schule war so beeindruckt, dass er nach einem weiteren Workshop für seine Schüler fragte. Als Ergebnis dieses Workshops traten 35 neue junge Menschen dem Junge Visionäre-Netzwerk bei.
Die Ausbildung nur eines einzigen Hindu-Priesters erreichte 30 weitere religiöse Anführer und brachte 35 Menschen in das Junge Visionäre-Programm. Spenden Sie noch heute und helfen Sie CPBR, weitere zerrissene Gemeinden zu erreichen und seine Botschaft von Frieden und Versöhnung zu verbreiten.

- Festival-Teilnehmer werden zu Samenkörnern des FriedensAug 2011Ausblenden
- „Samenkörner des Friedens“ werden die Mädchen in Pakistan liebevoll genannt, die unsere Peace Direct-Friedensstifterin Mehrhref="http://www.peacedirect.de/peacebuilders/pakistan/" target="_self">Gulalai ausgebildet hat. Diese Mädchen unterrichten ihrerseits andere Jugendliche darin, friedliche Wege zu gehen. In Pakistan, einem der gefährlichsten Länder der Welt, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Um die Wege zu innerem Frieden und Wachstum im Zeichen der Mystik ging es den Teilnehmern des Celebrate Life Festivals in Oberlethe bei Oldenburg in diesem Jahr. Zehn Tage lang lernten und übten sie mit renommierten Lehrern unterschiedlicher Religionen und spiritueller Richtungen, wie dem Initiator des Festivals Thomas Hübl, der Zen-Meisterin Diane Hamilton, dem integralen Philosophen Ken Wilber oder den katholischen Ordensleuten und Zen-Meistern Pia Gyger und Niklaus Brantschen. Die knapp tausend Besucher des diesjährigen Festivals waren allerdings nicht nur zum Lernen und puren Feiern des Lebens gekommen; ein ganzer Abend war auch dem Spenden gewidmet. Als sogenanntes „Giving Back Event“ sollten die Teilnehmer dazu angeregt werden, einem wichtigen spirituellen Pfad zu folgen.
Auf deinem Weg brauchst du drei wichtige Dinge: einen Lehrer, eine Gemeinschaft und den Dienst an der Welt.
Thomas Hübl
Um diesem Dienst an der Welt gerecht zu werden, hatten die Festival-Veranstalter gemeinnützige Vereine eingeladen, darunter auch Peace Direct e.V. Zur Unterstützung der Vereine wurden die Menschen auf festliche Art und Weise eingeladen zu spenden.
Die Festival-Teilnehmer wurden dadurch zu „Samenkörnern des Friedens“ – in unseren momentanen Zeiten der Krise (zur selben Zeit gab es in der Welt einen Börsencrash) ist auch das keine Selbstverständlichkeit!
Wir können zum Abschluss des Festivals voller Dankbarkeit sagen, dass Peace Direct Spenden in Höhe von über 9.000 Euro erhalten hat. DAS sind wahre Samenkörner des Friedens in einer Zeit wirbelnder Winde!

- Die Londoner Unruhen und junge MenschenAug 2011Ausblenden
- Im Londoner East End zielt unser Jugendprojekt Truce 2020 (Waffenruhe 2020) darauf ab, jungen Menschen Mehrdie Fähigkeiten zu geben, mit Konflikten in ihren sozialen Gruppen umzugehen und sie zu entschärfen. Hier reflektieren die Projektorganisatoren über die dortigen Unruhen.
Es ist eine harte Zeit für junge Menschen, egal aus welcher Perspektive man es betrachtet: Arbeitslosigkeit, erhöhte Kosten für den Besuch von Sekundarschulen, Kürzungen bei den Ausgaben für Jugendarbeit. Und jetzt gibt es die einfache Tendenz, infolge der aktuellen Unruhen hier in Newham und ganz London die Jugendlichen schlechtzureden.
Wir glauben an die jungen Menschen und haben auch vernünftige Äußerungen in Interviews in den Nachrichten gehört. Wir werden daran erinnert, dass die Mehrheit der jungen Menschen nicht in den Straßen herumrandaliert. Auch haben wir genug von ihrer positiven Energie gesehen, um Vertrauen in sie zu haben – Energie, die durch Freiwilligenarbeit in Schulen und der Gemeinde sowie durch Vereine wir unserem in die richtigen Bahnen gelenkt wird.
“Das ist sinnlose Kriminalität, sonst nichts!“
Jemand hat die Unruhen mit dem Satz kommentiert: “Das ist sinnlose Kriminalität, sonst nichts!“ Es gab durchaus opportunistische Gewalt und Kriminalität in den Straßen, und wir sind uns einig, dass das inakzeptabel ist – aber es wäre zu einfach, die aktuelle Situation mit diesen Worten zusammenzufassen. Die Beweggründe sind viel komplexer als nur Rücksichtslosigkeit oder Vandalismus und Plünderung aufgrund der günstigen Gelegenheit.
Mehr als effektive Polizeieinsätze und Härte gegenüber denen, die für ihr Verhalten festgenommen werden, müssen wir uns die zugrundeliegenden Entwicklungen anschauen, die über Jahrzehnte zur Verarmung unserer Stadtviertel beitrugen, langfristige Beschäftigungsverhältnisse zu einer fremdartigen Erfahrung machten, Werte wie Respekt und gute Nachbarschaft aushöhlten und für viele eine Kultur der Hoffnungslosigkeit gedeihen ließen.
Wir von Conflict and Change sowie Peace Direct glauben an das Potenzial von jungen Menschen, Erwachsenen und sozialen Gruppen, zu wachsen und mehr zu sein als sie momentan sind. Damit das geschieht, benötigen sie die Unterstützung, das Verständnis und das Mitgefühl anderer - und vor allem die Weigerung, übereilt einfache und schnelle Schlüsse zu ziehen, die uns einer wirksamen Strategie zur Lösung der wirklichen Probleme nicht näher bringen.
Klaudia Brezna, Truce 2020.
Chris McDermott, Conflict and Change.
Für Informationen über einige junge Menschen, die viel positive Energie bieten, besuchen Sie die Seite unsere Projektes Truce 2020, das gemeinsam von Peace Direct und unserem Partner Conflict and Change (Konflikt und Wandel) betrieben wird.

- D.R. Kongo: 4.532 Milizkämpfer legten ihre Waffen niederAug 2011Ausblenden
- In den letzten beiden Jahren hat das Centre Resolution Conflits (Konfliktlösungszentrum, CRC), unsere lokale MehrFriedensorganisation in der östlichen D.R. Kongo, 4.532 Milizkämpfer überzeugt, ihre Waffen niederzulegen und den Busch zu verlassen.
Von den 4.532 Menschen, die nicht länger zur Gewalt und Instabilität im Kongo beitragen, sind
- 1.078 zur Polizei gegangen
- 1.200 jetzt in der Nationalen Armee
- 1.604 ins zivile Leben zurückgekehrt und wurden durch Arbeits-Kooperativen dabei unterstützt
- 650 Kinder
Der Erfolg des CRC lag dabei nicht nur darin, Kämpfer davon zu überzeugen, ihre Waffen aufzugeben - seine Programme sind auch darauf ausgerichtet, den Kämpfern dabei zu helfen, in Frieden zu leben, damit sie nicht beim nächsten Ruf zu den Waffen in den Busch zurückkehren. Nach Kongos brutalem Krieg ist Armut weitverbreitet, und ohne die Mittel um für sich zu sorgen würden viele frühere Milizionäre wieder zu ihren Truppen zurückkehren. Das CRC schickt jeden durch ein umfangreiches Programm, um sie auf ein Leben außerhalb des Busches vorzubereiten. Die Männer werden in Landwirtschaft, Viehzucht oder einem Handwerk ausgebildet, dann werden sie in Arbeits-Kooperativen unterstützt, damit sie ihre Ressourcen zum Wohle der gesamten Gemeinde zusammenführen können. Das CRC benötigt für dies alles nur ca. 250 Euro pro Person, einen Bruchteil der Kosten eines UN-Projekts.
Das Projekt funktioniert, weil es aus der Zivilgesellschaft heraus arbeitet, das CRC kennt und versteht die Stärken der Menschen, denen es hilft. Aufgrund seiner Arbeit sind die Kämpfer keine Bedrohung mehr für die Gesellschaft. Und diese Zahlen umfassen nur die Kämpfer, denen das CRC direkt geholfen hat. Das Zentrum arbeitet auch eng mit anderen lokalen Friedensorganisationen in der D.R. Kongo zusammen, deren Arbeit dazu geführt hat, dass weitere 4.030 Milizionäre den Busch verlassen haben.
Ohne die unermüdliche Arbeit lokaler Friedensstifter wie das CRC wären diese Kämpfer im Osten der D.R. Kongo immer noch bewaffnet und gefährlich.
Das CRC hat in den vergangenen zwei Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht. Aber es gibt immer noch viel zu tun. Spenden Sie noch heute, und Sie können ihm helfen, die Gewalt im Osten des Kongo zu beenden.

- Peace Direct e.V. geht Partnerschaft einJul 2011Ausblenden
- Mit der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance hat Peace Direct e.V. seinen ersten strategischen Partner in Deutschland Mehrgewonnen. Die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, deren Präsidentin Prof. Gesine Schwan ist, zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von praxisorientierter Lehre, Politischer Plattform und anwendungsorientierter Forschung aus. Zugleich ist sie Ort der Kommunikation, Akteur und Motor für wichtige nachhaltige Veränderungsprozesse.
Die Lösung globaler Fragen und lokaler Probleme in der Gesellschaft erfordern das Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Diese Vision der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance passt hervorrragend zu unseren Vorstellungen nachhaltiger Friedensarbeit, die von lokalen Friedensstiftern wie Henri oder Chiyezda, die durch Peace Direct unterstützt werden, jeden Tag geleistet wird.
Die Partnerschaft sieht eine enge, vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit auf allen Ebenenen vor. Die erste gemeinsame Veranstaltung wird am 27. August in der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, in der Wilhelmstraße 67 in Berlin stattfinden. Unter dem Leitthema “Lokale Friedensstifter – die fehlende Zutat in Friedens-Missionen” soll an diesem Abend die wichtige Bedeutung und der Mehrwert lokaler Friedensarbeit erörtert werden. Dafür werden zwei der von Peace Direct unterstützten Friedensstifter anwesend sein. Die Einladung zu dieser interessanten Veranstaltung können Sie hier und das Programm hier herunterladen (PDFs).
Wir freuen uns sehr darüber, mit der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance unseren ersten strategischen Partner gefunden zu haben und hoffen auf gute Zusammenarbeit.

- Der tragische Verlust unserer Friedensstifterin Dekha Ibrahim AbdiJul 2011Ausblenden
-
Mit großer Trauer müssen wir den Tod von Dekha Ibrahim Abdi mitteilen, einer Förderin von Peace Direct. Dekha und Peace Direct arbeiteten in den frühen Jahren der Organisation eng Mehrzusammen, indem sie den Weg für einen Rapid Response Fund (schnellen Reaktionsfonds) bahnten, der Konflikte im Norden von Kenia schlichten sollte. Dort war Dekha vor einigen Tagen in einen Autounfall verwickelt, der ihren Ehemann und den Fahrer tötete und schließlich auch zu ihrem Tod führte.
Niemand, der Dekha getroffen hat, wird sie jemals vergessen. Sie war seit den Anfängen Mitte der 90er Jahre im Wajir Peace and Development Committee (Wajir Friedens- und Entwicklungskomitee) leidenschaftlich und von ganzem Herzen der Friedensarbeit verpflichtet und arbeitete an der Basis vor Ort ebenso erfolgreich wie als Ausbilderin und Vermittlerin. Von Anfang an sahen wir, wie wirksam sie arbeitete, als sie 2006 zu unserem Projekt Young Muslims Speak (Junge Moslems sprechen) beitrug. Ihr größter Erfolg in beruflicher Hinsicht war die Tätigkeit als Obfrau der Concerned Citizens for Peace (Besorgte Bürger für den Frieden), einer Gruppe von fünf bedeutenden Personen, die sich zusammenschlossen, als es nach den Präsidentenwahlen 2007 zu Gewaltausbrüchen kam. Wochenlang arbeitete CCP unermüdlich daran, die Energie von ganz normalen Bürgern, Universitätskanzlern, Mobilfunkgesellschaften, Veteranen und allen Teilen der Zivilgesellschaft nutzbar zu machen, die ohne große Anerkennung so viel dafür getan haben, die Gewalt zu verhindern, die Kenia überwältigte. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie Dekha einer Gruppe von Journalisten in Großbritannien diesen Prozess beschrieb, flüssig und ohne Pause über eine Stunde lang, und sie damit in ihren Bann zog.
Dekha wurde 2007 der Right Livelihood Award verliehen, auch Alternativer Nobelpreis genannt.
Mehr über Dekhas Friedensarbeit erfahren Sie hier auf der Website von Peace Direct UK (auf englisch).
Carolyn Hayman, Peace Direct Chief Executive London, 14. Juli 2011
2011201020092008