ATHWAAS & Yakjah, Kaschmir
Gemeinsam für den Frieden
Kaschmir ist ein umkämpftes Areal im Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan. Jahrzehnte der Gewalt und Brutalität haben die hinduistisch beziehungsweise muslimisch geprägten Länder entzweit – und dabei mehr als 400.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Heute stehen an jeder Straßenecke Soldaten, die mit AK47-Gewehren bewaffnet sind. Im Jahr 2010 kam es erneut zu Gewalt, als auf den Straßen Kaschmirs Unruhen ausbrachen. Vor allem junge Menschen waren von den Kämpfen betroffen – sie machten die meisten der mehr als 100 Getöteten aus. Ashima Kaul will die Gewalt und das Morden in Kaschmir beenden, indem sie die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft mobilisiert – junge Menschen und Frauen.
Man kann in Kaschmir Moslem oder Hindu sein, aber es ist sehr schwierig, ein Kaschmiri zu sein. – Ashima Kaul
Im Jahr 2010 begann Ashima bei Athwaas zu arbeiten – eine Organisation, die sich dafür einsetzt, dass die Stimmen der Menschen vor Ort bei den Mächtigen gehört werden. Sie haben sichere Orte geschaffen, zu denen Frauen jeden Tag kommen können – sie sind „Friedensinseln“, die die Frauen vor der alltäglichen Anspannung und Unsicherheit schützen. Athwaas ist die Brücke, die die Bedürfnisse und Hoffnungen der Frauen mit einflussreichen Menschen zusammenführt.
Ashima hat auch damit begonnen, mit jungen Menschen zu arbeiten – um ihre Einstellung zu Gewalt zu ändern und sie dazu zu bringen, sich nicht mehr gegenseitig zu bekämpfen


