Aware Girls, Pakistan

Neues aus dem Projekt

Ein Friedensnetzwerk in Pakistan

In der unruhigen Bergregion zwischen Pakistan und Afghanistan hat eine 23jährige Friedensstifterin ein Netzwerk von Friedensaktivisten gegründet – eine mutige Gruppe junger Menschen deren Mission es ist, die Ausbreitung von religiösem Extremismus zu stoppen und ihre Altersgenossen vom Eintritt in militante Organisationen abzuhalten.

Gulalai Ismail begann diese Arbeit im Alter von nur 16 Jahren nachdem sie eine Frau getroffen hatte, deren Sohn zu einem Märtyrer für Terroristen geworden war. Die Mutter hatte die Leiche ihres Sohnes in Empfang genommen. Der Junge war erst zwölf Jahre alt.

In Gulalais Heimatprovinz Khyber Pakhtunkhwa findet religiöser Extremismus jeden Tag statt und die Taliban sind ständig im Geheimen präsent. Mehr als 4.000 Menschen wurden in über 250 Selbstmordanschlägen getötet und viele Tausende mehr leben in Angst vor dem nächsten Anschlag. Frauen leben nach traditionellen Gesetzen und Kinder – besonders junge Mädchen – werden von den Extremisten abgeschreckt, zur Schule zu gehen.

Gulalai begann, Menschen in ihrem Alter anzuwerben und auszubilden, damit sie als Freiwillige in die Schulen, Universitäten und Dörfer gehen. Ihre Mission ist es, den Aufrufen zur Militanz entgegenzutreten und zu zeigen, dass es Alternativen gibt. Sie wollen die nächste Generation retten.

Wir erkennen junge Menschen in der Gemeinschaft, die empfänglich für Militanz sein könnten, und wir diskutieren die Ursachen und Folgen des Konflikts sowie die Geschichte der Talibanisierung. Wir reden über Toleranz für Menschen anderen Glaubens. – Gulalai

Die Macht ihrer Überzeugunskraft kann am Beispiel von Muhammad gesehen werden, einem jungen Vater aus der Region, in der man an den Heiligen Krieg glaubt. Sein Glaube daran war so stark, dass er seine beiden jungen Söhne in einer radikalen Religionsschule anmeldete, die mit den Ansichten der Taliban sympathisiert – diese beinhalten auch den Glauben an Selbstmord für eine gute Sache.

Einer von Gulalais Freiwilligen bemerkte diese Wahl und forderte Muhammad heraus. Nach einer Reihe von Diskussionen begann Muhammad, die Legitimität von Gewalt und die Wahl, die er für seine Söhne getroffen hatte, zu hinterfragen. Er schaute sich nach etwas anderem um. Muhammads Söhne, neun und elf Jahre alt, gehen jetzt auf eine gemäßigte Schule. Für diese beiden Jungen hat die Tätigkeit vor Ort eine wirkliche Bedeutung – und wahrscheinlich ihre Leben gerettet.

Spende noch heute, damit Du dabei helfen kannst, ihre Friedensbotschaft zu verbreiten und junge Menschen von religiösem Extremismus und Gewalt abzubringen.

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