Collaborative for Peace in Sudan

Ein nationales Netzwerk des Friedens aufbauen

Sudan leidet seit über 20 Jahren unter einem Bürgerkrieg, der 2 Millionen Menschenleben gefordert hat. Der Krieg endete in 2005, aber der Frieden ist nach wie vor istabil, insbesondere nach dem erfolgreichen Referendum zur Sezession des Südsudan im Januar 2011, dessen Ergebnis zu weiteren Unruhen führen könnte.

Unterdessen wird das ganze Land mit Waffen überschwemmt und mit erschreckender Regelmäßigkeit gibt es Konflikte zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen. So führte bspw. Anfang 2010 ein kleiner Streit über Wasser zu einem Krieg, in dem 23 junge Männer starben. Politische Spannungen führen immer wieder zu Konflikten und die Gefahr, dass wieder Krieg ausbrechen könnte, kann nicht ignoriert werden.

Die „Collaborative for Peace“ – eine Kooperative für den Frieden hat im Sudan Friedensorganisationen aus dem Norden und Süden zusammengebracht, die gemeinsam daran arbeiten, dass ethnische Gruppen und Gemeinschaften den Konflikt hinter sich lassen. Sie arbeiten in der Mitte der Gemeinden – mit Ältesten, Gemeindeführern, Frauen und jungen Leuten, um Wege zu finden, Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen.

Die Kooperative wurde 2006 gegründet, um den Sudanesischen Friedensprozess zu unterstützen. Seitdem wurden vier Friedenskomitees gegründet, um durch Mediation Konfliktausbrüche zu vermeiden und Verbindungen zu mit großen internationalen Ölfirmen und der Regierung aufzubauen. Im Dezember 2010 wurde sie von der Regierung gebeten, die Zivilgesellschaft in den Verhandlungen mit den Ölfirmen zu vertreten, in deren Rahmen größere Transparenz der Firmen erreicht werden soll. Ihr Einfluss und ihre Wirkungen steigen stetig und die Arbeit der Kooperative trägt maßgeblich dazu bei, jenen fragilen Frieden im Sudan zu bewahren, der so mühsam erreicht wurde.