Collaborative for Peace in Sudan

Die Kooperative in Aktion

Die Gemeinschaft formte Friedenskomitees im Nördlichen und Südlichen Sudan. Diese bestehen aus gewählten Vertretern der umliegenden Gemeinden – ihre Türen stehen jedem offen, ungeachtet politischer- oder Stammeszugehörigkeit, und sie arbeiten eng mit Gemeinden zusammen, um bei Konflikten zu vermitteln und Gewaltausbrüche zu verhindern.

Die Auseinandersetzungen, mit denen sie sich befassen, sind lebensbedrohlich: im vergangenen Jahr kam ein junger Mann zu ihnen, nachdem sein Stamm 40 Waffen gekauft hatte und Krieg gegen den benachbarten Stamm führen wollte. Das Komitee konnte jedoch eine friedliche Lösung erzielen; nur eine von 35 Konfliktlösungen, die im letzten Jahr realisiert wurden.

Jetzt kann ich meine Ziegen nehmen und von einem Ort zum anderen ziehen, ohne Angst. Ich bin glücklich. Village Iman

Im April 2010 griff das Friedenskomitee in einen seit fünf Jahren andauernden Konflikt ein, der neun Gemeinden überschattet hatte – insgesamt 5.000 Menschen waren betroffen. Verbissene Kämpfe zwischen bewaffneten Stämmen bedeuteten, dass einfache Handlungen wie Landbestellung oder Wasserbeschaffung unter der anhaltenden Bedrohung durch Angriffe fast unmöglich geworden waren. Ärzte konnten nicht mehr in das Gebiet vordringen und Medikamente wurden nicht durchgelassen.

Inzwischen können die Menschen in Sicherheit Wasser holen und ihr Land ohne Angst vor Angriffen bestellen, Menschen haben begonnen Handel zu treiben, Ärzte und Lehrer kehren in die Gegend zurück. Die Maßnahme kostete ganze €2,330  – etwa 50 Cent für jeden der 5.000 Bewohner der Gemeinden.

Die Gemeinschaft arbeitet darüber hinaus mit abgelegenen Gemeinden in ölreichen Gebieten zusammen, um den Einfluss der Erdölgewinnung auf die Umwelt zu verfolgen. Erdöl kommt eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Sudans zu, und Politikern wie Ölunternehmen ist zunehmend bewusst, dass alle Beteiligten von einer Reduzierung der sozialen- und Umweltfolgen der Erdölgewinnung profitieren. Die Gemeinschaft arbeitet mit der Industrie, der Regierung und den Gemeinden zusammen, um die Schäden und Konflikte, die in anderen Gebieten wie dem Niger Delta aufgetreten sind, zu vermeiden.

Der Grund für die erstaunlichen Erfolge der Gemeinschaft stellt die enge Anbindung an die Gemeinden dar – sie besteht aus vielen Basisgruppen. Da sie gleichzeitig so eng zusammenarbeiten, ist ihre gemeinsame Stimme laut genug, um auch von der Regierung, den Erdölunternehmen und anderen großen Organisationen in ihrem Kampf um weitreichende Verbesserungen im Leben jener Menschen, die so viel erleiden mussten, wahrgenommen zu werden. Spende noch heute und hilf ihnen, dass ihre Stimme Gehör finden kann.