Collaborative for Peace in Sudan

Neues aus dem Projekt

Sudan: Internationale Ölgesellschaft hört auf die Stimmen der Einheimischen

Al Fulah ist eine abgelegene Region des Sudan, reich an Öl. Wie in großen Teilen des Sudan hat auch hier der 21jährige Bürgerkrieg Entwicklung unterdrückt und die Bevölkerung lebt in Armut.

2007 begann eine Ölgesellschaft in Al Fulah zu bohren. Zur Abfindung der einheimischen Bevölkerung baute sie ein Krankenhaus – für 3 Millionen Menschen in der Gegend. Allerdings wurde es gebaut ohne die Menschen,die es benutzen sollten, um Rat zu fragen.

Das Gebäude lag viel zu weit außerhalb der Stadt um für die Menschen erreichbar zu sein, und da weder Personal noch Ausstattung zur Verfügung gestellt wurden gab es keine Ärzte oder Schwestern, welche die so dringend benötigte Gesundheitsversorgung durchführen konnten. Heute wird das Krankenhaus als Viehstall genutzt.

Letztes Jahr rief die Collaborative for Peace in Sudan (Gemeinschaft für Frieden im Sudan) ein Friedenskomittee in Al Fulah ins Leben. Durch ihre Verbindungen vor Ort arbeitete die Organisation mit den Einheimischen, um ihre Bedürfnisse festzustellen und herauszufinden, was ihnen wirklich helfen würde. Darüber hinaus baut die Collaborative Kontakt zur Ölgesellschaft auf. Sie traf sich bereits einmal mit einem Vertreter der Gesellschaft und plant ein weiteres Treffen in den nächsten Monaten. Es ist ein langsamer Prozess, aber er zeigt, dass die Ölgesellschaft lernt, auf die Stimmern der Einheimischen zu hören, und sich bemüht, ihre Unterstützung dorthin zu richten, wo sie die größte Wirkung entfaltet.

Das Leben nach dem Referendum

Auch Sudans Hauptstadt konnte der Protestwelle, die den Nahen Osten erfasst hat, nicht entgehen. Eine schwächelnde Wirtschaft, Wut über das Auseinanderbrechen des Landes, nachdem der Süden unabhängig wird, und ein Wiederaufflammen der Gewalt in Darfur tragen zur Spannung bei. Die Regierung zeigt Zeichen der Besorgnis und die Zivilgesellschaft steht unter Generalverdacht. Protesten aus der Bevölkerung wurde, obwohl klein, schnell mit Repression begegnet und es gibt regelmäßige Berichte über Menschenrechtsverletzungen gegenüber Aktivisten.

Unmittelbar nach der Trennung des Sudans in Nord und Süd begann Rasha El Fangry, unsere Friedensstifterin vor Ort, damit, die Collaborative for Peace in Sudan offiziell im Norden registrieren zu lassen. Sie wurde von Regierungsbeamten einer intensiven Untersuchung unterzogen, in der ihre Loyalität und Staatstreue in Zweifel gezogen wurden. Es ist eine schreckliche Erinnerung an die Gefahren, in welche die von uns unterstützten Menschen sich begeben, um Frieden zu schaffen. Aber Dank der Transparenz, mit der Rasha die Collaborative seit ihrer Gründung 2006 durchgehend betrieben hat, wurde die Untersuchung ein Erfolg.

Die Collaborative for Peace im Sudan ist jetzt offiziell registriert und das bietet Rasha die lang ersehnte Freiheit, mit ihrer Arbeit fortzufahren.

Nur 350 Euro reichen für die Deckung der Reisekosten von Rasha und ihrem Team, damit sie rechtzeitig in lang anhaltenden Konflikten intervenieren können – und Gemeinden helfen, nach Jahrzehnten des Krieges vorwärtszukommen. Spenden Sie noch heute!

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