Sechs neue Samanbals

“Seit November 2007 haben wir sechs neue Samanbals (Samanbal ist ein kaschmirisches Word und bedeutet (‘Versammlungsort’) ins Leben gerufen. Unsere Vision ist es, sichere und geschützte Räume für Frauen zu schaffen, in denen sie zusammenkommen, sich beteiligen, mitteilen und ausdrücken können und so von Opfern zu Veränderern werden.
Diese neuen Samanbals sind noch in der anfänglichen Gründungsphase, aber wir sind wirklich erfreut, wie unterschiedlich sie sind; wir haben Witwen in Dardpora, Lehrerinnen in Badgam, junge Frauen in Bijbehar, Binnenflüchtlinge in Purkha und Muthee und Kleinhändlerinnen in Leh. In jedem Samanbal suchten sich die Frauen eine gemeinsame Beschäftigung aus, diese soll wegen der hohen Armutsrate in der Region ein Einkommen schaffen. Sie planen und implementieren außerdem eine Selbsthilfestrategie, um in ihren Gemeinden Frieden zu schaffen.

Flüchtlingslager Purkhoo

Im Flüchtlingslager Purkhoo haben sich zwanzig Frauen, vertrieben aus verschiedenen Dörfern im Tal, zusammengetan, um ein Samanbal zu gründen. Das Lagerleben wird von Hass, Rache und männlicher Politik dominiert. Der Samanbal hat diesen Frauen einen sicheren Ort gegeben, wo sie ihre Erfahrungen teilen, nachdenken und sich gegenseitig zuhören können.
Die Frauen teilen ihre Fähigkeiten im Stricken, Schneiden, Zeichnen, Nähen und Teppichknüpfen. Ihr Ziel ist es, die Kunst des Strickens und des Teppichknüpfens zu perfektionieren, damit sie anfangen können, ihre Produkte zu verkaufen und finanziell unabhängig zu werden. Das Grundprinzip jedes Samanbals ist, Informationen/Erfahrungen zu teilen, den Heilungsprozess zu beginnen, und finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen. Die Frauen werden dann befähigt, die großen Probleme, die die Region betreffen, und den umfassenderen Konflikt in Kaschmir in Angriff zu nehmen

‘Barfuß-Ratgeber’

In den ersten drei Monaten dieses Samanbals wurden zwanzig Gesundheitshelfer in Beratung und Traumabehandlung ausgebildet. Die Helfer wurden aus fünf Dörfern des Bezirks ausgewählt und werden auf die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Gemeinde ausgerichtet sein und auch Beratungstraining weitergeben. Das letztendliche Ziel ist es, eine Truppe von ‚Barfuß-Ratgebern’ zu haben, die eine größtmögliche Zahl von Menschen im ganzen Bezirk erreichen können.

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