Sri-Lanker helfen sich nach den jüngsten Überschwemmungen gegenseitig

Im Januar diesen Jahres gab es in Sri Lanka Überschwemmungen, unter denen über eine Million Menschen zu leiden hatten. Die am schlimmsten betroffene Region war Batticaloa – ein überwiegend von Tamilen bewohntes Gebiet, das in den letzten Bürgerkriegsjahren ein Zentrum der Kämpfe war.

Nach 26 Kriegsjahren ist die Gesellschaft Sri Lankas immer noch entlang ethnischer und religiöser Grenzen geteilt. Dishani Jayaweera, unsere Friedensstifterin vor Ort, hat in den vergangenen fünf Jahren mit jungen Menschen und religiösen Führern zusammengearbeitet, um Gemeinden zu vereinen und sie davon abzuhalten, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Um das zu erreichen, hat sie Verbindungen und Verständnis zwischen den unterschiedlichen Gruppen aufgebaut.

Als die Fluten Batticaloa überschwemmten waren es diese Verbindungen, die die Menschen nutzten, um Hilfe zu erhalten, als sie sie am dringendsten brauchten.

Ich bekam einen Anruf von einem buddhistischen Mönch. Er sagte “während des Krieges konnten wir auch problemlos schlafen, nachdem wir sahen, was der Krieg euch angetan hatte – aber jetzt, wo wir euch persönlich kennen, können wir nicht mal unsere Augen schließen, nachdem wir von den Überschwemmungen gehört haben. – Fawmiya, Kathankudy

Wir mussten unser Haus verlassen und zogen in eine benachbarte Schule. Dort waren viele Menschen und Kinder, und wir hatten kein Essen oder Trinkwasser. Niemand kam uns zu Hilfe, nicht einmal die Regierungsbeamten. In einem verzweifelten Versuch rief ich einen Freund an, den ich durch Dishanis Programm kennengelernt hatte. Er sagte, ich solle mich nicht sorgen, sondern ihm sagen, wie viele von uns dort seien, und er würde Essen organisieren, dass uns sobald wie möglich geschickt würde. Er kontaktierte mich viele Male bevor das Essen ankam, sogar um zu fragen, ob es bei der Zubereitung von Mahlzeiten für Hindus Besonderheiten zu beachten gibt. Das brach die Barriere zwischen unseren Gemeinschaften. Ich schäme mich zu sagen, dass unsere Leute die Moslems aus den Dörfern Kathankudy und Kalladi , die 1990 in der selben Situation waren, ausraubten, statt ihnen zu helfen.“ – Sivapalan, Hindu aus Batticolao

Dishanis Projekt bildet junge Menschen und religiöse Führer in Konfliktbewältigung aus, um Toleranz und Verständnis zu fördern. Das Projekt umfasst 238 junge Menschen und 290 religiöse Führer. Zusammen sind sie zu einem Netzwerk von Friedensstiftern geworden, die eine gemeinsame Zukunft schaffen.

Nationale Aktionen für Kinder

Nach dem Erfolg eines Workshops zu religiöser Toleranz im März entschlossen sich die Jungen Visionäre (JV), einen weiteren zu veranstalten. Ein äußerst erfolgreicher nationaler Workshop wurde organisiert, der sich an jüngere Kinder aus allen ethnischen und religiösen Gruppen Sri Lankas richtete.

Die JV veranstalteten das Children’s Aesthetics Camp (“Kinderschönheitslager”) in Anuradapura. Zweihundert Kinder zwischen 12 und 16 verbrachten dort drei Tage mit künstlerischen Aktivitäten wie Theaterspielen, Musik und Malen und arbeiteten dabei mit Kindern aus den verschiedensten Religionen, Kulturen und Regionen zusammen.

Das Ziel der Veranstaltung war es, religiöse Toleranz unter jungen Menschen in Sri Lanka zu fördern. Es half auch vielen dieser Kinder dabei, das Trauma zu lindern, das die Überschwemmungen bei ihnen hinterlassen hatten. Religiöse Würdenträger jeglicher Couleur unterstützten diesen nationalen Workshop nach Kräften und halfen von Anfang an, die Veranstaltung zu organisieren und bewerben.

Es kostet weniger als 50 Euro für einen Jungen Visionär an einem Seminar teilzunehmen, das ihn befähigt, in seiner Gemeinde Veränderungen herbeizuführen – Sie können dabei helfen: spenden Sie noch heute!

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Menschen in Sri Lanka über religiöse, ethnische und kulturelle Grenzen hinweg zusammenführen.

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