Unsere Erfolge

Peace Direct ist seit jeher ein kleines Team von engagierten Personen, die alle die eine Vision verfolgen, lokale Friedensstifter im Herz aller konfliktlösenden Aktivitäten zu platzieren. Seit unseren Anfängen 2004 in Großbritannien haben wir Einheimische in 16 Ländern unterstützt – um Konflikte zu beenden und Leben zu retten. Für uns liegt unser größter Erfolg in der Tiefe der Beziehungen sowie des Vertauens, die sich in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort entwickelt hat.

In den letzten sechs Jahren haben wir diese außergewöhnlichen Menschen dabei unterstützt, Gewalt zu stoppen, Gemeinden zu vereinen und Leben zu retten. Hier einige ihrer Erfolge:

  • Als 2008 Kenia nach den Wahlen von einer Welle der Gewalt überschwemmt wurde, unterstützt wir die “Concerned Citizens for Peace” finanziell; eine Gruppe, die maßgeblich daran beteiligt war, die Unruhen zu beruhigen und eine Lösung vorzuschlagen, die schließlich durch Kofi Annan ausgehandelt wurde.
  • Im kriegzerrissenen Kongo haben wir den lokalen Friedensstifter Henry Ladyi sechs Jahre lang unterstützt. Letztes Jahr rettete seine Organisation 444 Kindersoldaten, und half 14.000 Flüchtlingen, sicher wieder in ihre Dörfer zurückzukehren.
  • Im Sudan, Schauplatz des längsten Bürgerkriegs Afrikas zwischen Nord und Süd, unterstützten wir die Bildung der “Collaborative” – ein Netzwerk, aus 30 lokalen Friedensorganisationen, verteilt über beide Hälften des Landes.

Und das ist nur der Anfang. In den nächsten fünf Jahren wollen wir erleben, dass Menschen die Macht gegeben wird, ihre eigene, bessere Zukunft aufzubauen – dass sie die Anführer ihrer eigenen Friedens- und Entwicklungsorganisationen werden, und nicht nur Auftragnehmer, die von Vertretern anderer Länder eingesetzt werden. Wir wollen, dass ihre Aktivitäten multipliziert werden, weit über das hinaus, was wir selber sponsorn können.

Hier nur einiger der Dinge, die wir erreicht haben….

2011

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2010

  • Wir halten unsere ersten „Peace Exchange“ Konferenzen ab – internationale Zusammenkünfte von Friedensstiftern – in Nairobi, Goma, London und Khartum. Diese Events führen alle unsere Partner der Friedensförderung sowie lokale Friedensstifter in einem globalen Netzwerk aus Unterstützung und Expertise zusammen.
  • Wir beginnen neue Partnerschaften mit Jugendorganisationen in Pakistan und Burundi, inspiriert durch ihre Vision einer langfristigen Wirkung auf junge Menschen in ihren Gemeinden.
  • Wir publizieren “Ripples into Waves” (englischer Inhalt), ein Konzeptpapier, welches demonstriert wie lokal geführte Friedensförderung in Konfliktzonen eine nationale Wirkung entfalten kann. Die UN verteilt diese Publikation mittlerweile an alle ihre Friedens- und Entwicklungsberater weltweit.
  • Wir unternehmen erste Schritte, eine Zweigorganisation in den USA aufzubauen, unseren Einfluß dort zu erhöhen und mehr Gelder für lokale Friedensstifter zu akquirieren.
  • Peace Direct e.V. wird gegründet und nimmt die Arbeit in Deutschland auf. Ausblenden

2009

  • Durch die anstehenden Wahlen im Sudan wird Süd Kordofan von Instabilität bedroht. Wir sichern großzügige finanzielle Unterstützung von “Humanity United”, um Konflikte zu verhindern und schnell reagieren zu können, sobald Auseinandersetzungen entstehen.
  • Peace Direct in Großbritannien erhält zum ersten Mal weitreichende finanzielle Unterstützung von der Britischen Regierung, die wiederum die Unterstützung unserer Partner Projekte in Kongo, Sudan, Zimbabwe und Sri Lanka erlauben. Ausblenden

2008

  • Im Kongo beginnt Henri Ladyi mit Gemeinden zu arbeiten, die durch den furchtbaren Buschkrieg gezwungen wurden, ihre Häuser zu verlassen. Die Finanzierung dafür sichern wir durch die Baring Foundation.
  • In Somalia beginnt Asha Hagi mit lokalen Gemeinden zu arbeiten, um Verständnis für die Implikationen des neuen Friedensabkommens zu verbreiten.
  • In Kenia finanzieren wir die “Concerned Citizens for Peace”, eine Gruppe, die aktiv die eskalierende Gewalt versucht zu beruhigen. Durch ihre Kontakte gewinnen sie ein Telefongesellschaft als Partner, sodass jeder, der Guthaben auf dem Handy auflädt, eine SMS erhält, in der dringend um die Ablehnung jeglicher Gewalt gebeten wird.
  • In den Britischen Medien erscheint ein Feature über den kongolesischen Friedensarbeiter Henri Ladyi, der aus der Kriegszone spricht. Er zeigt auf, wie viele Kongolesen das bisschen, das sie haben, mit anderen teilen, die vor der Gewalt geflohen sind. Ausblenden

2007

  • Im Sudan beginnt die “Collaborative for Peace” ihre Arbeit zum Thema Öl und Konflikte. Sie wollen Ölgesellschaften und lokale Gemeinden zusammenbringen, um zu verhindern, dass Sudan ein zweites Niger Delta wird.
  • In Nepal finanzieren wir die lokale Organisation YAPE, um einen “Rapid Response Fund” für Frieden aufzubauen. Nach 10 Jahren Guerilla Krieg gibt dieser Fond YAPE die Flexibilität, bei ersten Anzeichen von Gewalt sofort zu reagieren.
  • In Großbritannien starten wir, zusammen mit „Conflict and Change“, unser Ost-London Projekt „Truce 20/20“, wo jungen Menschen  die Fähigkeit beigebracht wird, in ihren Gemeinden Spannungen abzubauen und Gewalt zu verhindern. Zeimal im Jahr laden wir internationale Friedenarbeiter ein, ihre Erfahrungen mit diesen Jugendlichen zu teilen.
  • Die Britischen Medien zeigen ein Feature der somalischen Friedenarbeiterin Asha Hagi. Sie appelliert an die internationale Völkergemeinschaft, Verantwortung für die humanitäre Katastrophe zu übernehmen, an deren Entstehung sie beteiligt waren.
  • Unser langfristiges Ziel – „Lokale Friedensstifter ins Herz aller Konfliktlösungsstrategien zu bringen.“ Ausblenden

2006

  • Wir helfen, die „Collaborative for Peace“ aufzubauen, indem wir Friedensaktivisten aus dem Norden und Süden Sudans zusammenbringen. Die Collaborative beginnt Friedenskommitees aufzubauen und agiert als unabhängiger Mediator wenn Gewalt droht.
  • In Kenia beginnen wir eine zuverlässige Gruppe zu finanzieren, die verhindern soll, dass sich die Gewalt unkontrolliert ausweitet.
  • In Somalia beginnen wir die einheimische Friedensarbeiterin Asha Hagi dabei zu unterstützen, den Frauen eine Stimme für die Zukunft im Lande betreffend zu geben.
  • In Kolumbien beginnen wir, die einheimische Organisationen „La Escuela“ zu finanzieren, um Frauen zu gewaltfreiem Widerstand zu ermächtigen. Ausblenden

2005

  • In Sri Lanka und Aceh stellen wir finanzielle Unterstützung für die Friedensarbeit nach dem Tsunami zur Verfügung.
  • Wir publizieren „What If? Fallujah“, eine Studie, die aufzeigt, wie die Zerstörung Fallujah’s hätte verhindert werden können. Als Auftakt der Studie veranstalten wir ein Seminar mit hochrangigen Beamten der US Armee.
  • Charity Times verleiht Peace Direct eine Auszeichnung als „Best New Charity“. Die Juroren sagen, man findet selten, eine so kleine und doch so fokussierte und wirkungsvolle Organisation. Ausblenden

2004

  • Wir beginnen die Organisation des einheimischen Friedensarbeiters Henri Ladyi Im Kongo zu finanzieren, damit er das Bewußtsein in den Gemeinden über die Notwendigkeit eines Leben in Frieden und die Ablehnung von Gewalt erhöhen kann.
  • Im Irak finanzieren wir ein Projekt, welches anstrebt weitere Entführungen von Zivilisten zu verhindern.
  • Wir starten unsere Website „Insight on Conflict“, um Informationen über lokale Friedensorganisationen weltweit zu verbreiten. Ausblenden

Wurzeln der Organisation

Peace Direct enstand aus Scilla Elworthys Arbeit bei der Oxford Research Group zum Thema Effektivität von zivilgesellschaftlicher Friedensförderung. Dieses Bestreben führte schliesslich zu der Publikation “War Prevention Works” (englischer Inhalt). Im Jahr 2002 schloß sich Scilla mit Carolyn Hayman zusammen, die die Notwendigkeit einer vertrauenswürdigen Zusammenführung von Geldern für Friedensstifter im direkten Kontakt mit Gewalt und Konflikt sah. Im Verlauf der folgenden 18 Monate wurde Peace Direct geformt, während Carolyn und Scilla sich um Finanzierungsquellen bemühten.

Ein erster Wendepunkt zeigte sich im September 2003 als Lord (Joel) Joffe ein Treffen mit 35 potentiellen Interessenten organisierte. Drei Fragen wurden in diesem Rahmen gestellt:

  • Was benötigen Friedensstifter an der Front?
  • Wird die Öffentlichkeit bereit sein, für Frieden zu spenden?
  • Wie würden die Beziehungen von Peace Direct gegenüber anderen Friedensorganisationen aussehen?

Dies führte schließlich zu der Gründung des ersten Peace Direct Vorstandes, geleitet von Anita Roddick. Nachdem 2004 dann Vorstand und Status als wohltätige Organisationen etabliert waren, setzte Peace Direct Carolyn Hayman als erste Vorstandsvorsitzende ein, und akquirierte erste Gelder. Ausblenden