Vision und Strategie

Wir haben die Vision einer Welt, in der Einheimische eigene Lösungen für ihre Konflikte finden können. Um dieses Ziel erreichen, brauchen sie finanzielle Unterstützung und Anerkennung von allen Menschen, die im Bereich der Konfliktlösung engagiert sind.

Ob es sich dabei um internationale Hilfsorganisationen oder Regierungen in Konfliktzonen handelt, um UN-Friedenstruppen oder einheimische Aktivisten – wir möchten, dass alle Beteiligten das enorme Potential örtlicher Friedensaktivisten verstehen und umsetzen.

Wir möchten das Gleichgewicht im globalen Friedensbildungsprozess gründlich verändern, damit örtliche Friedensaktivisten – also die „Insider“ – zum ersten Anlaufpunkt in jedem Konfliktbewältigungsprozess werden. Wir wissen, dass sie nicht alles alleine schaffen können, aber wir wissen auch, dass sie das Wissen, das Engagement und die Anerkennung vor Ort haben, um Kriege in Zukunft zu verhindern und zum Gelingen des Friedens beizutragen.

Der momentane globale Ansatz, Konflikte zu vermeiden und zu lösen, funktioniert nicht. 40% aller Kriege brechen innerhalb von zehn Jahren nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens wieder aus. Unserer Ansicht nach liegt das daran, dass die meisten Konfliktlösungsprozesse von „Außenseitern“ geleitet werden – von internationalen Experten, die während einer Krise eingeflogen werden. Was wir brauchen, ist ein Frieden, der an der Basis entsteht, der direkt vor Ort umgesetzt wird, und dabei muss man auf örtliche Friedensaktivisten setzen.

Wir wollen also, dass die Einheimischen die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Zukunft besser zu gestalten. Wir möchten, dass sie ihre eigenen Friedens- und Entwicklungsprogramme leiten können, anstatt als Auftragnehmer für fremde Behörden zu arbeiten. Und wir möchten, dass sich ihre Aktivitäten auch jenseits unserer finanziellen Möglichkeiten fortsetzen.

Deshalb arbeiten wir auf der internationalen Ebene, um Menschen mit Macht, Geld oder Einfluss unsere Vision nahe zu bringen und wir bemühen uns um Partnerschaften mit gleichgesinnten Organisationen. Peace Direct UK steht in aktiver Verbindung mit politischen Entscheidungsträgern in Großbritannien, während unsere neuen Zweigstellen in New York und Berlin dabei helfen werden, noch mehr Einfluss auf die UN und die EU auszuüben.

Für unsere Lobby-Arbeit können wir jede Hilfe gebrauchen. Um mehr zu erfahren oder um sich zu engagieren, schicke bitte eine E-Mail an info@peacedirect.de

Internationale Behörden beeinflussen

Wir glauben, dass viele Menschen, die für internationale Behörden in Konfliktgebieten arbeiten, die Zusammenarbeit mit örtlichen Friedensaktivisten schätzen Mehr

Wir glauben, dass viele Menschen, die für internationale Behörden in Konfliktgebieten arbeiten, die Zusammenarbeit mit örtlichen Friedensaktivisten schätzen, dass es ihnen aber schwerfällt, dies in die Praxis umzusetzen. Deshalb haben wir eine zweistufige Strategie:

  • Wir möchten bei den Menschen, die bis jetzt wenig Erfahrung damit gemacht haben, ein Bewusstsein für örtliche Friedensarbeit schaffen.
  • Wir möchten die Hindernisse, die eine effektive Zusammenarbeit verhindern, aus dem Weg räumen.

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Das Bewusstsein schaffen

Unser „Insight on Conflict“(„Einblick in Konflikte“; englischer Inhalt)-Projekt beschäftigt örtliche Korrespondenten in einer wachsenden Zahl von Konfliktgebieten. Mehr

Unser „Insight on Conflict“(„Einblick in Konflikte“; englischer Inhalt)-Projekt beschäftigt örtliche Korrespondenten in einer wachsenden Zahl von Konfliktgebieten. Diese berichten über die Organisationen vor Ort, die die effektivste Friedensarbeit leisten. Für etwa die Hälfte der rund 500 Organisationen ist dies die einzige Internetpräsenz. Akademiker nutzen „Insight on Conflict“, um die Ressourcen für ihren Lehrplan zu erweitern, und Forscher können mithilfe unserer örtlichen Korrespondenten neue Netzwerke vor Ort schaffen.

Abonniere den monatlich erscheinenden „Insight on Conflict“-Newsletter (in Englisch), um über den neuesten Stand im Bereich der örtlichen Friedensbildung informiert zu werden. Ausblenden

Hindernisse aus dem Weg räumen

Internationale Behörden haben oft falsche Vorstellungen davon, wie man mit örtlichen Friedensaktivisten zusammenarbeitet. Mehr

 Internationale Behörden haben oft falsche Vorstellungen davon, wie man mit örtlichen Friedensaktivisten zusammenarbeitet:

Wissen, mit wem man zusammenarbeiten sollte

„Insight on Conflict“ ermöglicht es, Kooperationspartner zu finden. „How to choose a dance partner“(„Wie man einen Tanzpartner wählt“; englischer Inhalt) beschreibt, wie „Außenseiter“-Organisationen angefangen mit der Britischen Armee bis hin zu internationalen NGOs (wie z.B. Interpeace oder Search for Common Ground) ihre lokalen Partner wählen.

Das Ausmaß  einschätzen

Lokale Friedensförderung wird meist als Aktivität mit geringem Ausmaß, d.h. gut gemeint aber ohne große Auswirkung, bewertet. Um diesem Aberglauben entgegenzutreten haben wir eine kurze Broschüre erstellt, „Ripples into Waves“ (englischer Inhalt), welche vier Interventionen mit nationalem Ausmaß in Mosambik, Kenja, Somalia, und Guyana beschreibt, und einen vierstufigen Ansatz für die effektivere Zusammenarbeit mit lokalen Friedensstiftern vertritt. Diese Publikation wurde im großen Maßstab verbreitet, und erreichte unter anderem von den 60 UN Friedens- und Entwicklungsberatern als Diskussionsgrundlage während ihrer alljährlichen Konferenz verwendet.

Lokale Friedensstifter in Konfliktanalysen miteinbeziehen

Zu oft werden gerade jene Menschen, die das größte Wissen über Konfliktursachen haben, und die sich aktiv für deren Bekämpfung einsetzen, bei Zusammenkünften von Geldgebern ausgeschlossen, obwohl in diesem Rahmen Konfliktanalysen erstellt und über zukünftige Strategien entschieden wird. Wir argumentieren für eine Einbeziehung lokaler Friedensstifter, und suchen nach Gelegenheiten, gemeinsame Konfliktanalysen zu fördern.

Wir glauben, dass wenn internationale Organisationen die enorme Qualität der Beiträge lokaler Friedensstifter zu Konfliktanalysen realisieren, sie diese Kapazität in Zukunft extensiv zu schätzen und nutzen wissen.

„Concerned Citizens for Peace“ wurde als direkte Antwort auf die Welle der Gewalt nach der Wahl in Kenia 2007 gegründet. Diese Gruppe von ursprünglich fünf enthusiastischen Kenianern formte ein offenes Forum, das innerhalb kürzester Zeit ein wichtiger Knotenpunkt für den Austausch gemeinsamer Konfliktanalysen ganz gewöhnlicher Kenianer wurde. Mit ihren Aktivitäten beeinflussten sie das Bildungsministerium, das Ministerium für interne Sicherheit, sowie die Provinzregierung in Nairobi. Darüber hinaus wurde das Programm sogar in Kofi Annans Vier-Punkte Plan zur Bewältigung der Krise integriert. Ausblenden